Neues Volksblatt "Jeder Cent" (Von Markus Ebert)

Ausgabe vom 19. Mai 2010

Linz (OTS) - "Wer den Groschen nicht ehrt, ist den Schilling nicht wert", hat unsereiner als Kind oft zu hören bekommen. Die Währung hat sich geändert, der Kern dieser Volksweisheit nicht - und er ist in Zeiten wie diesen, in denen von der öffentlichen Hand jeder Cent und jeder Euro zweimal umgedreht werden muss, ehe er ausgegeben wird, lauter denn je in Erinnerung zu rufen. Unter dem Blickwinkel der überproportional steigenden Ausgaben bei sinkenden Einnahmen haben gestern in Linz beispielsweise die Gemeindereferenten der Bundesländer nach Lösungen gesucht.
Anderswo freilich scheint man nach wie vor der Ansicht zu sein, dass Geld keine Rolle spielt. Die burgenländische SPÖ etwa macht auf Staatskosten Wahlkampf: Nichts anderes ist es nämlich, wenn Niessl und Darabos auf einem Bundesheer-Assistenzeinsatz beharren, der erstens sauteuer, zweitens rechtlich bedenklich und drittens sicherheitspolitisch fragwürdig ist. 22 Millionen Euro kostet das Unterfangen im Jahr - was gemessen an den im Budget fehlenden Milliarden nicht viel ist. Aber wer jetzt noch immer glaubt, Budgetsanierung ist nicht auch ein Groscherlgeschäft, der hat den Ernst der Lage nicht erkannt. Jeder Cent und jeder Euro, der eingespart werden kann, muss gespart werden.

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