- 18.05.2010, 12:30:20
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Finanztransaktionssteuer: Regierungen müssen den Sack jetzt zu machen
Politische Debatte hinkt den Notwendigkeiten um Jahre hinterher
Wien (OTS) - Attac begrüßt die positiven Signale der
EU-Finanzminister für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer.
"Die Zeit der Ausreden ist vorbei - nun müssen die Regierungen den
Sack endlich zu machen. Die Gründungsforderung von Attac hat sich als
sinnvoll und notwendig erwiesen. Leider waren jahrelang vorgebrachte
Argumente und eine weltweite Finanzkrise nicht genug - erst jetzt, wo
das Wasser den Euro-Staaten selbst bis zum Hals steht ist ein
Umdenken der Regierungen in greifbare Nähe gerückt", sagt
Attac-Obfrau Alexandra Strickner.
Die Finanztransaktionssteuer ist ein unverzichtbares Element
globaler Finanzregulierung. Die politische Debatte um die Regulierung
der Finanzmärkte hinkt den Notwendigkeiten dennoch um Jahre
hinterher. Ohne zusätzliche Maßnahmen greift die Steuer jedoch
angesichts der enormen Probleme auf den Finanzmärkten viel zu kurz.
Zentrale Forderungen von Attac sind eine EU-weite
Finanzmarktaufsicht, Kapitalverkehrskontrollen und Schließung von
Steueroasen sowie ein globales Weltwährungssystem nach Keynes.
Letzteres würde jeglicher Devisenspekulation endgültig den Gar aus
machen.Weiters fordert Attac eine EU-weit einheitliche Regulierung
von Fonds sowie eine Genehmigungspflicht für Derivate. Derivate zu
rein spekulativem Zweck müssen verboten werden. Der außerbörsliche
Handel mit Derivaten (over the counter - OTC) muss unterbunden
werden.
Rückfragehinweis:
David Walch, Attac-Pressesprecher
Tel.: 01/544 00 10, 0650/544 00 10
[email protected], www.attac.at
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