- 18.05.2010, 12:29:54
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Grüne Wirtschaft fordert einheitliche Krankenversicherung für alle!
"Derzeitiger Tarifstreit zwischen Ärzten und SVA ist Symptom des Wildwuchses der Sozialversicherungen."
Wien (OTS) - "Die vollkommene Harmonisierung des heimischen
Krankenversicherungssystems ist die einzige wirklich nachhaltige
Lösung des derzeitigen Tarif-Streits zwischen Ärztekammer und SVA",
sagt Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft. Für Plass
liegt die fairste und effizienteste Lösung, um dem gegenwärtigen
Wildwuchs beizukommen, in einer gemeinsamen Versicherung für alle,
mit gleichen Beiträgen und gleichen Leistungen.
Nach monatelang erfolglosen Verhandlungen zwischen SVA und
Ärztekammer hatten der Vizepräsident der Ärztekammer, Günther
Wawrowsky, und der sozialpolitische Leiter der WKÖ, Martin
Gleitsmann, die Gespräche zuletzt abgebrochen. Nun treffen sich
morgen Mittwoch die Spitzen der beiden Verhandlungsparteien, um in
letzter Sekunde den drohenden vertragslosen Zustand ab 1. Juni noch
abzuwenden.
"Es ist untragbar, dass die Verantwortlichen im Tarif-Streit die
Verteidigung ihre Partikularinteressen auf dem Rücken der 460.000
Selbstständigen mit ihren Familien austragen", sagt Volker Plass.
Derzeit gibt es in Österreich 22 verschiedene
Sozialversicherungsträger bei rund 8,4 Millionen EinwohnerInnen.
Selbstständige, Unselbstständige, Bauern, Beamte und
Vertragsbedienstete sind in unterschiedlichen Krankenkassen
versichert. Dieser Wildwuchs hat verschieden hohe Beiträge,
Leistungen und Honorare zur Folge. Selbstständige, die gleichzeitig
auch in einem Angestelltenverhältnis arbeiten, müssen sich zudem
doppelt versichern.
Für Volker Plass ist der derzeitige Tarifstreit nur ein Symptom
dieser jahrzehntelang fehlgeleiteten Gesundheitspolitik. Der
Bundessprecher der Grünen Wirtschaft hofft nun
zumindest auf eine Einigung im Sinne der gewerblich Versicherten bei
dem morgen anberaumten Gespräch zwischen Ärztekammer-Präsident Walter
Dorner und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl.
"Selbst wenn sich Leitl und Dorner bei ihrem Treffen einigen, bleibt
offen, warum die beiden Herren bei diesem monatelangen
Verhandlungschaos so lange zugesehen haben", fragt sich Volker Plass.
"Mit dieser Hinhaltetaktik haben alle Beteiligten die heimischen
UnternehmerInnen massiv verunsichert."
Rückfragehinweis:
Grüne Wirtschaft
Pressebüro
Inge Hausbichler
[email protected]
Tel.: 0664 / 831 74 23
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