Grüne Wirtschaft fordert einheitliche Krankenversicherung für alle!

"Derzeitiger Tarifstreit zwischen Ärzten und SVA ist Symptom des Wildwuchses der Sozialversicherungen."

Wien (OTS) - "Die vollkommene Harmonisierung des heimischen Krankenversicherungssystems ist die einzige wirklich nachhaltige Lösung des derzeitigen Tarif-Streits zwischen Ärztekammer und SVA", sagt Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft. Für Plass liegt die fairste und effizienteste Lösung, um dem gegenwärtigen Wildwuchs beizukommen, in einer gemeinsamen Versicherung für alle, mit gleichen Beiträgen und gleichen Leistungen.

Nach monatelang erfolglosen Verhandlungen zwischen SVA und Ärztekammer hatten der Vizepräsident der Ärztekammer, Günther Wawrowsky, und der sozialpolitische Leiter der WKÖ, Martin Gleitsmann, die Gespräche zuletzt abgebrochen. Nun treffen sich morgen Mittwoch die Spitzen der beiden Verhandlungsparteien, um in letzter Sekunde den drohenden vertragslosen Zustand ab 1. Juni noch abzuwenden.

"Es ist untragbar, dass die Verantwortlichen im Tarif-Streit die Verteidigung ihre Partikularinteressen auf dem Rücken der 460.000 Selbstständigen mit ihren Familien austragen", sagt Volker Plass.

Derzeit gibt es in Österreich 22 verschiedene Sozialversicherungsträger bei rund 8,4 Millionen EinwohnerInnen. Selbstständige, Unselbstständige, Bauern, Beamte und Vertragsbedienstete sind in unterschiedlichen Krankenkassen versichert. Dieser Wildwuchs hat verschieden hohe Beiträge, Leistungen und Honorare zur Folge. Selbstständige, die gleichzeitig auch in einem Angestelltenverhältnis arbeiten, müssen sich zudem doppelt versichern.

Für Volker Plass ist der derzeitige Tarifstreit nur ein Symptom dieser jahrzehntelang fehlgeleiteten Gesundheitspolitik. Der Bundessprecher der Grünen Wirtschaft hofft nun
zumindest auf eine Einigung im Sinne der gewerblich Versicherten bei dem morgen anberaumten Gespräch zwischen Ärztekammer-Präsident Walter Dorner und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl.

"Selbst wenn sich Leitl und Dorner bei ihrem Treffen einigen, bleibt offen, warum die beiden Herren bei diesem monatelangen Verhandlungschaos so lange zugesehen haben", fragt sich Volker Plass. "Mit dieser Hinhaltetaktik haben alle Beteiligten die heimischen UnternehmerInnen massiv verunsichert."

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