• 18.05.2010, 11:17:00
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ÖBB starten Gleisbau für die neue Unterinntaltrasse

Start der nächsten Projektphase - täglich werden bis zu 150 Meter Gleise verlegt

Tag für Tag werden 150 Meter Gleis im System "Feste Fahrbahn" bei der neuen Unterinntaltrasse in Tirol fachmännisch verlegt.

Innsbruck, Baumkirchen (OTS) - Intensiv gebaut wird weiterhin an
den neuen Gleisen der Unterinntaltrasse in Tirol. Mit dem Start der
nächsten Projektphase beginnen ab sofort die Gleisarbeiten. Die erste
Lieferung der modernen 120-Meter-Langschienen ist am Wochenende in
Baumkirchen eingetroffen. Ab sofort bringen Speziallastzüge jede
zweite Woche 24 Stück Schienen auf die Baustelle. Im Herbst kommen
dann weitere Betonfertigteile täglich per Schiene von Jenbach nach
Baumkirchen. Nur die Bahn kann derart unhandliche und schwere Güter
problemlos und ohne Störung anderer Verkehrsteilnehmer bewältigen.

Transporte verlaufen ohne Störung der Anrainer
In Baumkirchen wurde für die Lastzüge ein provisorischer Bahnhof
errichtet. Versteckt in einer überdimensionalen Betonwanne werden die
Transporte ohne Störung der Anrainer entladen. In den kommenden
Wochen erfolgt der Einbau der Gleise auf der Richtungsfahrbahn
Innsbruck zwischen Baumkirchen und Stans. Fertigteile, Beton und
Stahlschienen werden dabei noch mit LKW und Spezialfahrzeugen in die
Tunnels gebracht. Spezielle Bauzüge montieren anschließend ab
September das zweite Tunnelgleis.

System "Feste Fahrbahn" kommt zum Einsatz
Beim Bau der neuen Unterinntalbahn kommt das sogenannte System
"Feste Fahrbahn" zum Einsatz. Wesentlicher Unterschied zu den
herkömmlichen auf Schotter gelagerten Gleisen besteht darin, dass die
Schienen fix auf eine Betonplatte verschraubt sind. Der Vorteil liegt
in der längeren Lebensdauer, den geringen Wartungserfordernissen und
den damit niedrigeren Erhaltungskosten. Das Know-How dazu kommt aus
Österreich. Der Gleisbau zwischen Stans und Baumkirchen wird
voraussichtlich im März 2011 abgeschlossen sein, zwischen Kundl und
Stans werden im Februar 2012 alle Schienen fertig verlegt sein. Die
Gleisbauarbeiten laufen rund um die Uhr.

Daten und Fakten zum Gleisbau:
160 Kilometer Schienen
13.000 Gleistragplatten
33.000 Kubikmeter Beton
60 Personen direkt im Gleisbau beschäftigt

Unterinntaltrasse Kundl/Radfeld - Baumkirchen im Überblick
Die bestehende zweigleisige Bahnstrecke im Tiroler Unterinntal
wird derzeit in einem 40 Kilometer langen Abschnitt auf einen
viergleisigen Querschnitt ausgebaut. Mehr als 32 Kilometer Tunnels
sind bereits fertig gebaut. Ende 2012 nimmt die ÖBB zwischen Kundl
und Baumkirchen die neue Trasse in Betrieb. Die neue Infrastruktur
bietet Vorteile auf ganzer Linie. Neben den starken wirtschaftlichen
Impulsen sowohl für die Region als auch für die Bauwirtschaft bietet
das Projekt zahlreiche Vorteile für die Anrainer zwischen Innsbruck
und Wörgl:

- Chance für weitere Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr
- Entlastung der Bevölkerung vom Verkehrslärm
- umweltfreundliches Verkehrsangebot für die Transportwirtschaft

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und
Gütern. Mit rund 45.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,7
Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des
Landes. Im Jahr 2009 wurden von den ÖBB 453 Mio. Fahrgäste und 120,3
Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des
Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

ÖBB-Holding AG
   René Zumtobel
   Pressesprecher Tirol/Vorarlberg
   Tel.: Tel.: +43 512 93000 2110
   mailto:[email protected]

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