• 16.05.2010, 20:43:05
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Neues Volksblatt: "Klassenkampf" (Von Markus Ebert)

Ausgabe vom 17. Mai 2010

Linz (OTS) - Beinahe empört hat AK-Präsident Herbert Tumpel in der
gestrigen ORF-Pressestunde den Journalistenbefund zurückgewiesen, die
Arbeiterkammer sei eine SPÖ-Vorfeldorganisation. Wobei er im Prinzip
ja auch im Recht ist: Die AK als Interessenvertretung ist eine
überparteiliche Einrichtung. Was freilich ihre maßgeblichen
Protagonisten daraus machen, ergibt nun einmal den eingangs
wiedergegeben Eindruck. Der Gleichklang in der Argumentation zwischen
SPÖ-Politikern und AK-Vertretern tut ein Übriges. Nicht nur einmal
haben etwa in den letzten Wochen abwechselnd SPÖ- und AK-Vertreter
Attacken gegen die Bauern geritten. Einmal nahm man die agrarischen
Förderungen ins Visier, ein anderes Mal die landwirtschaftliche
Besteuerung über das Einheitswertsystem.
Tumpel nun hat gestern auch gegen die Bauern losgelegt. Zwar nicht
laut polternd, aber in einem sehr bewusst platzierten Nebensatz: Das
bäuerliche Pensionssystem sei nur zu rund 20 Prozent
einnahmenfinanziert. Anders gesagt: Die Bauern machen es sich auf
Kosten anderer in der Pension bequem.
Genau diese Tonlage ist es, die das Misstrauen in gewisse
AK-Funktionäre nährt. Aber: Für Klassenkampf braucht man keine
gesetzliche Interessenvertretung.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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