- 14.05.2010, 12:22:34
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Schutzmaßnahmen gegen Transporteure aus Osteuropa gefordert
LH Dörfler bei Wirtschaftsgesprächen in Udine: Wir brauchen eigene, vitale Transportwirtschaft - Lösung auf EU-Ebene notwendig
Udine/Klagenfurt (OTS/LPD) - Die Verkehrsprobleme der Frächter
aufgrund des zunehmenden Ost-LKW-Verkehrs waren heute, Freitag, in
Udine Thema einer Gesprächsrunde zwischen Vertretern der
Wirtschaftskammern und der Länder von Friaul-Julisch Venetien und
Kärnten. Verlangt werden Schutzmaßnahmen, um die Transporteure vor
Nachteilen aus dem ungleichen Wettbewerb mit osteuropäischen
Frächtern zu bewahren.
Landeshauptmann Gerhard Dörfler traf mit Verkehrslandesrat Riccardo
Riccardi zusammen, ebenfalls dabei waren u.a. Elisabeth
Rothmüller-Jannach von der Sparte Transport und Verkehr der
Wirtschaftskammer Kärnten und Norbert Niederdorfer von der Abteilung
7 (Verkehrswesen) des Landes.
Der Landeshauptmann stellte fest, dass Kärnten von diesen sogenannten
Kabotage-Problemen der Frächter nicht betroffen sei, sich man dieses
Problems aber auch im Rahmen der Euregio annehme. Diese
Wettbewerbsverzerrung für die Frächter durch den zunehmenden
LKW-Verkehr aus dem Osten müsse auf gesamteuropäischer Ebene gelöst
werden. Auch in Kärnten seien auf den Autobahnen immer mehr Ost-LKW
feststellbar. Der Grund dafür liege darin, dass immer mehr Fuhrparks
in den Osten aufgrund des Lohndumpings ausgelagert würden. Daher
müsse alles daran gesetzt werden, die LKW-Transporte aus dem Osten
einzudämmen. so Dörfler.
Durch den vermehrten Ost-LWK-Anteil auf Kärntens Autobahnen würden
dem Staat wichtige Mineralölsteuer-Einnahmen entgehen. Der Staat habe
die hohen Kosten für die Erhaltung der Autobahnen zu leisten, ihm
würden aber nur die Mauteinnahmen bleiben. Eine starke Wirtschaft
benötige auch eine eigene starke Transportwirtschaft, unterstrich
Dörfler
Die Belastungen durch den Transit seien größer als der Profit. Es
brauche dringend einheitliche, gerechte Rahmenbedingungen und faire
Spielregeln für die Transporteure, forderte der Landeshauptmann. Die
notwendige Eindämmung des Ost-LKW-Verkehrs bzw. dieses
Kabotage-Problem werde er auch in Brüssel zur Sprache bringen. Hier
müsse wiederum eine Balance hergestellt werden. Eine vitale
Transportwirtschaft und damit die Kooperation von Straße, Schiene und
Häfen auf der Baltisch-Adriatischen Verkehrsachse seien wichtig und
voranzutreiben.
In diesem Sinn äußerte sich auch Landesrat Riccardo Riccardi, der
ebenfalls Maßnahmen gegen dieses Ungleichgewicht urgierte und sich
dafür aussprach, eine eigene Arbeitsgruppe einzurichten.
Darüberhinaus plädierte er auch dafür, die Baltisch-Adriatische
Verkehrsachse und damit den Nord-Süd-Verkehr zu forcieren.
Rothmüller-Jannach sagte, dass die Wirtschaftskammer in Sachen
Transportwirtschaft voll hinter der Position des Landeshauptmanns
stehe.
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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