- 08.05.2010, 10:00:48
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Seniorenbund zum "Europatag 2010" in schwieriger Zeit: Zusammenhalt der Staaten Europas kennt keine Alternative
Becker: Kein Platz für verantwortungslose Populisten, die EU muss jetzt noch stärker zusammenwachsen, denn es geht um Österreichs Interessen!
Wien (OTS) - "Wenn wir morgen den 60. Jahrestag der
"Schuman-Erklärung" als Europatag begehen, befindet sich die
Europäische Union in einer schwierigen Zeit. Wir können froh sein,
dass Österreich mit ruhiger Hand und Entschlossenheit gerade jetzt
von Finanzminister und ÖVP-Obmann Josef Pröll gelenkt wird. Als
Vizekanzler zeigt er präzise auf, wie ein Bundeskanzler handeln
müsste. Dabei hat sich die EU - nach einer Art "Denkphase" - als
absolut handlungsfähig und stabil erwiesen, die europäische
Solidarität hält", beschreibt Heinz K. Becker, Generalsekretär des
Österreichischen Seniorenbundes, der als Mitglied des
Exekutivkomitees der Europäischen Senioren Union (ESU) auch auf
internationaler Ebene aktiv tätig ist, die derzeitige Situation.
"Und diese europäische Solidarität kennt auch keine Alternative,
wenn wir die erreichte soziale Sicherheit, den heutigen Wohlstand und
unsere Wirtschaftskraft erhalten bzw. noch ausbauen wollen. Speziell
in der weltweiten Konkurrenz mit den Wachstumsriesen Amerikas und
Asiens kann kein Land Europas alleine bestehen! Wer anderes behauptet
ist ein Scharlatan oder hängt immer noch einem hemmungslosen
Schuldenmacher-Sozialismus nach."
"Jetzt ist verantwortungsvolle Politik für alle Generationen
gefordert, für die Zukunft von Jung UND Alt! Daher gilt es gerade
heute, einige Fakten zur aktuellen Situation festzuhalten", erklärt
Becker weiter, nicht ohne die Fakten anzuführen:
1. Die Griechenlandhilfe ist ein Kredit - voll und ganz im
Interesse von uns Österreicherinnen und Österreichern! Es geht dabei
nicht um Griechenland, sondern um den Euro und die Stabilität des
EU-Wirtschaftsraumes - und damit um die Stabilität Österreichs. Der
Zusammenhalt Europas kennt gerade jetzt keine Alternative - aber mit
klaren Regeln und harten Kontrollen.
2. Ein drohender Staatsbankrott oder ein Austritt Griechenlands
aus der Eurozone hätte extrem negative Folgen. Neben einem massiven
Vertrauensverlust mit dauerhaften Wachstums- und Wohlfahrtsverlusten
würden Österreich durch die Pleite Griechenlands zumindest 5
Milliarden Euro verloren gehen. Nicht zu reden von den
volkswirtschaftlichen Verlusten. Daher ist der Notkredit eine
logische Entscheidung!
3. Der Notkredit, den Österreich den Griechen nun gewährt, ist an
die Erfüllung strenger Auflagen geknüpft und muss auch zurückgezahlt
werden. Auch die Auszahlung der ersten österreichischen Tranche in
der Höhe von ca 300 Millionen Euro ist schon an scharfe Bedingungen
geknüpft!
4. Zu den Auflagen, die Griechenland erfüllen muss gehört unter
anderem:
- Ein Aufnahmestopp im öffentlichen Bereich - in Griechenland ist nämlich jeder vierte (!) für den aufgeblähten Beamtenapparat tätig! - Drastische Kürzungen bei Gehältern und Pensionen. Damit sind vor allem absurde Privilegien gemeint. So bekommen Beamte zB eine Zulage dafür, dass sie pünktlich zum Dienst erscheinen. - Die Streichung des 13. und 14. Gehaltes - Die Abschaffung unverständlicher Sozialleistungen. So "erben" zB unverheiratete Töchter von verstorbenen Beamten die Rente - egal, wie alt sie sind. - Massive Erhöhung des Pensionsantrittsalters. Nämlich auf "sagenhafte" 65 Jahre. - Anhebung der Umsatzsteuer
"60 Jahre nach der "Schuman-Erklärung" wissen wir, dass unsere
Stärke nur in einem gemeinsamen Europa bestehen kann. Keine Währung
kann heute mehr alleine bestehen. Dies ist nicht die Zeit für
verantwortungslose Populisten. Vielmehr muss Europa jetzt noch
stärker zusammen wachsen, um gemeinsam den Herausforderungen einer
schwierigen Zeit zu begegnen", so Becker abschließend.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler
Tel.: 0650-581-78-82
mailto:[email protected]; www.seniorenbund.at
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