• 05.05.2010, 09:30:20
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Gewerkschafts- und Personalvertretungwahlen bei der Gemeinde Wien: "Spannend wie noch nie!"

Erster Herausforderer der Mehrheitsfraktion FSG ist die KIV/UG

Wien (OTS) - Von 4. bis 7. Mai wird bei der Stadt Wien die
Gewerkschaft und die Personalvertretung neu gewählt. 84.000
Beschäftigte sind wahlberechtigt. In einem Werbe-Video stilisiert die
Gewerkschaftsführung diesen Urnengang zum Probegalopp für die
Gemeinderatswahlen im Herbst hoch. Nicht weniger als acht Listen
treten bei den gewerkschaftlichen Urwahlen an. Darunter neben den
SozialdemokratInnen, die parteiunabhängige KIV/UG (Konsequente
Interessenvertretung/Unabhängige GewerkschafterInnen) - die Nummer 2
in Wien, die FCG (Fraktion Christlicher Gewerkschafter), der
Gewerkschaftliche Linksblock, die Freiheitlichen Arbeitnehmer und
Abspaltungen von FSG und FCG.

Vorsitzende und Spitzenkandidatin der KIV/UG bei der
Gewerkschaftswahl und in den Kindergärten ist Martina Petzl-Bastecky,
die im Vorjahr sehr erfolgreich die Kampagne um Verbesserungen in den
Wiener Kindergärten geführt hat. Deshalb gilt dem Abschneiden der
KIV/UG in den Kindergärten, mit 7000 Beschäftigten die größte
Dienststelle im Magistrat, besondere Aufmerksamkeit.

Hauptfeind Nummer 1

Dazu Martina Petzl-Bastecky: "Die FSG versucht mit einem plumpen
Trick, die seit der Gründung der KIV praktizierte
Parteiunabhängigkeit in Frage zu stellen. Sie schreibt von
'Grün-KIV', zitiert irgendwelche Aussagen der grünen Stadträtin Pilz
und schiebt sie uns in die Schuhe und schreckt nicht einmal vor
persönlichen Verunglimpfungen zurück."

Es macht den Eindruck, als wäre die KIV/UG - trotz des Antretens
der Freiheitlichen und einiger Abspaltungen der FSG - der Hauptfeind
Nr. 1. Verstärkt werden die Ängste der Mehrheitsfraktion noch durch
die Wahlen der der mit den Gemeindebediensteten fusionierten
Gewerkschaft "Kunst, Medien, Sport, freie Berufe", wo die KIV trotz
massiver Behinderungen die Kandidaturhürde genommen hat. In der KMSfB
wird erstmals direkt gewählt, bisher haben sich dort Schwarz und Rot
die Funktionen untereinander ausgeschnapst.

Noch nie war die Einmischung der Politik in die
Personalvertretungswahlen so stark wie diesmal. Vom Bürgermeister
über den Sozialminister bis zum Landtagsabgeordneten Meidlinger -
zugleich auch GdG- und FSG-Vorsitzender - hörte man unverhohlene
Wahlempfehlungen für die Mehrheitsfraktion. Im Gegensatz dazu fordert
die KIV/UG keine parteipolitische Vereinnahmung der
Interessenvertretung.

Der Ausgang dieser Wahlen ist offen. Sicher ist nur: die Angst der
Bediensteten, sich mit einer Unterstützungserklärung zu deklarieren
ist geringer geworden. Denn jede der acht antretenden Listen brauchte
über 250 Unterschriften, um zur Wahl zugelassen zu werden.

Rückfragehinweis:
Martina Petzl-Bastecky, Vorsitzende der KIV/UG
Tel: 0664/452 68 54

Mehr Infos: www.kiv.at

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