- 29.04.2010, 10:53:01
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RCA holt 22.500 LKW auf die Schiene
Rail Cargo Austria geht im Kombinierten Verkehr in die Offensive: 450 LKW werden durch ein Neugeschäft pro Woche von der Straße auf die Schiene geholt
Wien (OTS) - RCA geht mit dem Tochterunternehmen Intercontainer
Austria (ICA) im Kombinierten Verkehr in die Offensive und erweiterte
im April das Netzwerk zwischen Deutschland, Österreich und Ungarn
deutlich. Im konkreten Fall geht es um Transporte von LKW Walter, die
bislang primär mit Sattelschleppern auf der Straße transportiert
wurden und künftig umweltfreundlich auf der Schiene rollen. Die
Anzahl der verlagerten Transporte ist beachtlich: RCA und LKW WALTER
bringen in enger Zusammenarbeit 450 LKW pro Woche, das sind rund
22.500 LKW pro Jahr, zusätzlich auf die Schiene.
Das Zusatzgeschäft erfordert eine Erweiterung des Netzwerks und der
Frequenzen bei Rail Cargo Austria. So werden zwischen Deutschland
(Ruhrgebiet und Ludwigshafen), Österreich (Wels und Wien) und Ungarn
(Budapest) 18 neue Kombiverkehrszüge pro Woche verkehren. "Wir holen
täglich 90 Sattelschlepper auf die Schiene, das bedeutet eine
erhebliche Entlastung für den Straßenverkehr und die Umwelt", erklärt
Friedrich Macher, Sprecher des Vorstandes Rail Cargo Austria.
LKW WALTER - Pionier im Kombinierten Verkehr
Die Zusammenarbeit mit LKW WALTER ist kein Zufall, ist doch das
Wiener Neudorfer Unternehmen - mit einem weiteren Standort in
Kufstein - einer der Pioniere im Kombinierten Verkehr in Europa.
Bereits seit Beginn der 80iger-Jahre beschäftigt sich LKW WALTER
damit, unterschiedliche Verkehrsträger wie LKW, Bahn und Schiff
intelligent miteinander zu kombinieren, um seinen Kunden neue,
konkurrenzfähige und gleichzeitig umweltverträgliche
Transportalternativen anbieten zu können.
Inzwischen hat LKW WALTER ein leistungsfähiges Netzwerk intermodaler
Verkehre aufgebaut. Ein beträchtlicher Teil des Transportaufkommens
der Kunden wird heute effizient und umweltverträglich im Kombinierten
Verkehr abgewickelt.
Allein in den letzten vier Jahren hat LKW WALTER mehr als 342.000
Straßentransporte auf Kombiverkehrsverbindungen verlagert und damit
einen enormen Beitrag zur Reduktion von Schadstoff-Emissionen,
insbesondere des Treibhausgases CO2 geleistet. Die CO2-Emissionen
wurden in diesem Zeitraum um 142.217 Tonnen reduziert."
Das Kerngeschäft von LKW WALTER ist die Organisation von
Komplettladungs-transporten auf der Straße und im Kombinierten
Verkehr innerhalb Europas, nach den GUS-Staaten und dem Nahen Osten.
Im Auftrag seiner internationalen Kunden werden täglich mehr als 3900
Komplettladungstransporte organisiert.
Erweiterung nach Südosteuropa
In einer zweiten Phase wird RCA weitere 100 Intermodal-Züge pro Woche
in die Wirtschaftszentren nach Italien, Rumänien, Griechenland, die
Türkei sowie in die Slowakei, Polen, die Ukraine und nach Russland
auf Schiene bringen. Die Umsetzung dieser zweiten Phase wird noch
2010 stattfinden. "Diese Intermodal-Verkehre (Kombination mehrerer
Verkehrsträger) bilden die Basis für das erweiterte CEE-Konzept von
Rail Cargo Austria. Wir haben die Wirtschaftskrise als Chance
genutzt, um die Internationalisierung voranzutreiben. Die
ÖBB-Güterverkehrstochter Rail Cargo Austria ist 2010 europaweit das
zweitstärkste und in CEE das stärkste Gütertransportunternehmen auf
der Schiene - ein toller Erfolg für Österreich", freut sich Macher.
Forderung an europäische Verkehrspolitik
Die europäische Verkehrspolitik ist gefordert,
Grundsatz-Entscheidungen zu treffen: Geht die Reise in Richtung
umweltfreundlicher Schiene oder wird weiterhin die kostengünstigere
Straße subventioniert. Sollte die Entscheidung pro Schiene fallen,
müssen zügig die verkehrspolitischen Rahmenbedingungen für einen
wirtschaftlich vertretbaren europäischen Schienengütertransport
geschaffen werden. "Brüssel muss endlich verkehrspolitische
Entscheidungen für die klima- und umweltfreundliche Schiene treffen.
Fromme Wünsche, Forderungen und Lippenbekenntnisse helfen nicht, wenn
weiterhin massiv in die Straße investiert wird und die Schiene das
Nachsehen hat", fordert Macher eine nachhaltige und
zukunftsorientierte europäische Schienenverkehrspolitik von der
Europäischen Union.
Intercontainer Austria
Intercontainer Austria GesmbH (ICA) ist als RCA-Tochterunternehmen
ein international tätiger, neutraler Containeroperateur und
Spezialist im kombinierten Ladungsverkehr. Kompetenz, Zuverlässigkeit
und hohe Servicequalität sind Faktoren, die ICA zu einem der
führenden Transportunternehmen Österreichs gemacht haben. Die
Geschäftsfelder der ICA sind geprägt vom maritimen Verkehr und
kontinentalen unbegleiteten Verkehr.
Hintergrund: Kombinierter Verkehr
Kombinierter Verkehr bezeichnet eine Transportkette, die
unterschiedliche Verkehrsträger integriert. Hierbei wird der
Hauptteil des Weges per Bahn, See- oder Binnenschiff zurückgelegt und
der Vor- und Nachlauf auf der Straße so kurz wie möglich gehalten.
Die transportierten Güter werden in standardisierten
Transporteinheiten (Container, Wechselbehälter, Sattelauflieger)
umgeschlagen. Für den Bahntransport stehen eine Reihe von speziellen
Flachwagen zur Verfügung.
ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und
Gütern. Mit rund 42.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,8
Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des
Landes. Im Jahr 2008 wurden von den ÖBB 456 Mio. Fahrgäste und 98,5
Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des
Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.
Rückfragehinweis:
Christian Wenzl Pressesprecher Rail Cargo Austria AG und ÖBB-Produktion GmbH ÖBB-Holding AG Konzernkommunikation Mobil: +43 (0)664 617 00 28 E-Mail: [email protected]
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