• 28.04.2010, 12:09:21
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BIO AUSTRIA begrüßt österreichisches Verbot für Gentech-Kartoffel Amflora

Wien (OTS) - BIO AUSTRIA begrüßt das heute in Kraft tretende
Verbot für die vor kurzem auf EU-Ebene zum Anbau zugelassene,
genmanipulierte Industrie-Kartoffel Amflora. Die Bundesminister
Stöger und Berlakovich setzten damit konsequent das Vorsorgeprinzip
um, das bei der EU-Zulassung sträflich vernachlässigt wurde.

Die Gentech-Kartoffel Amflora des internationalen Gentech- und
Chemie-Multi BASF wurde durch gentechnische Eingriffe in der
Stärkezusammensetzung an die Bedürfnisse der Stärke-verarbeitenden
Industrie angepasst. Amflora enthält darüber hinaus ein
Antibiotika-Resistenzgen, das hinsichtlich möglicher
Gesundheitsauswirkungen heftig umstritten ist. Die Zulassung umfasst
den Anbau und die Nutzung in Industrie und als Futtermittel,
toleriert aber auch Verunreinigung in Lebensmitteln. Das
österreichische Verbot schützt nicht nur die Gesundheit, sondern auch
die Agrobiodiversität- denn einmal angebaut, kann nicht verhindert
werden, dass über kurz oder lang auch traditionell gezüchtete Sorten
verunreinigt werden.
Reines Saatgut zentrale Voraussetzung für Gentechnik-freie
Landwirtschaft

Neben einem generellen Anbauverbot ist reines Saatgut eine
unabdingbare Voraussetzung für Gentechnik-freie Landwirtschaft.
Österreich hat mit dem Saatgut-Gentechnik-Gesetz ein international
vorbildliches Reinheitsgebot geschaffen, das auf die ganze EU
ausgedehnt werden sollte. Auf EU-Ebene wird derzeit jedoch über
Toleranzwerte verhandelt. Sollten auf EU-Ebene Toleranzwerte
beschlossen werden, wäre es rechtlich schwierig, die österreichische
Gesetzgebung aufrecht zu erhalten.

Die aktuell von der IFOAM EU Group in Brüssel vorgestellte Studie
"Economic impacts of labelling thresholds for the adventitious
presence of genetically engineered organisms in conventional and
organic seed" zeigt, dass reines Saatgut eine notwendige
Voraussetzung ist, um Gentechnik-freie Landwirtschaft bzw.
Lebensmittelproduktion kosteneffizient gestalten zu können.
Die IFOAM-Presseaussendung und erwähnte Studie finden Sie unter:
http://www.bio-austria.at/ifoam

Rückfragehinweis:
Eva Straka, BIO AUSTRIA Pressesprecherin
M+43(0)676 842 214 214, mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BLB

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