• 28.04.2010, 09:00:26
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VKI-Strafanzeige gegen Immofinanz und Aviso Zeta Bank

Rund 2.000 Geschädigte schließen sich Strafverfahren an

Wien (OTS/VKI) - Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat
Strafanzeige gegen jene Verbände (Immofinanz AG, Immoeast AG und
ehemalige Constantia Privatbank AG - heute: Aviso Zeta Bank AG)
eingebracht, deren ehemalige Führungspersonen im Zentrum der
Erhebungen um den Immofinanz-Skandal stehen. Die Staatsanwaltschaft
hat ihre Ermittlungen nun auch auf diese Firmen ausgedehnt. Rund
2.000 geschädigte Kleinanleger haben bzw. werden sich - über den VKI
- dem Strafverfahren als Privatbeteiligte anschließen.

Seit Monaten laufen strafrechtliche Ermittlungen gegen MMag. Dr.
Karl Petrikovics sowie weitere Vorstände der eng verflochtenen Firmen
Immofinanz AG, Immoeast AG und Constantia Privatbank AG. Der VKI hat
nunmehr über Rechtsanwalt Dr. Stephan Briem - gestützt auf das
Verbandsverantwortlichkeitsgesetz - auch Strafanzeige gegen diese
Unternehmen eingebracht. Der Vorwurf: Verdacht des schweren
gewerbsmäßigen Betruges, der schweren Untreue und der
Marktmanipulation. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Das Ziel ist die Ausweitung der Ermittlungen auf diese
Unternehmen. Das hat für geschädigte Kleinanleger folgenden Vorteil:
Sollte es zu Verurteilungen kommen, dann könnte bereits das
Strafgericht Schadenersatz auch gegen diese Unternehmen zusprechen.
Jedenfalls aber könnte in einem nachfolgenden Zivilprozess auf die
Ergebnisse des Strafverfahrens zurückgegriffen werden. Man könnte
sich - anders als noch vor Jahren in der Aufarbeitung des
WEB-Skandals - eine gänzliche Beweiswiederholung ersparen.

Weiters erklärt der VKI in diesen Tagen für rund 2.000 geschädigte
Kleinanleger den Anschluss an das Strafverfahren als
Privatbeteiligte. Das bringt diesen neben der Einsicht in die Akten
und der Beteiligung an einer möglichen Hauptverhandlung insbesondere
eine Unterbrechung der Verjährung von Schadenersatzansprüchen gegen
diese Verbände.

Diese Strategie hatte bereits Erfolg. Die Staatsanwaltschaft hat
dem Vernehmen nach ihre Ermittlungen auch auf die genannten Verbände
ausgedehnt.

"Der VKI wird sich für die geschädigten Kleinanleger nunmehr auch
im Strafverfahren engagieren und versuchen, der Staatsanwaltschaft
zweckdienliche Informationen für die Ermittlungen an die Hand zu
geben", gibt Dr. Peter Kolba, Leiter des Bereiches Recht im VKI, die
Linie bei der Ausweitung der Aktivitäten des VKI in der Causa
Immofinanz vor.

Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation
Dr. Peter Kolba, Leiter Bereich Recht
Tel.: 01 / 58877 - 320

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