Foglar: ÖGB ist immer so kämpferisch wie notwendig

Sozialpartnerpräsidenten in der Talkrunde

Wien (OTS/ÖGB) - Mit einer Talkrunde der Sozialpartnerspräsidenten und der Sozialexpertin Alexandra Weiss wurde der Festakt zum 65. Geburtstag des ÖGB fortgesetzt. "Sie alle tragen dazu bei, dass es dem Land besser geht als anderen Ländern", gratulierte WKÖ-Präsident Christoph Leitl. Der Präsident der Industriellenvereinigung, Veit Sorger, meinte: "Ich habe viele Betriebsräte erlebt und kann das beste Zeugnis für sie ausstellen." AK-Präsident Herbert Tumpel sagte:
"Die Qualität der österreichischen Sozialpartnerschaft ist etwas Besonderes", und LWK-Präsident Gerhard Wlodkowski bekräftigte, dass die Land- und Forstwirtschaft sichert Arbeitsplätze in Österreich.++++

"Der ÖGB ist immer so kämpferisch, wie notwendig es ist die Interessen der ArbeitnehmerInnen durchzusetzen. Der heutige Geburtstag, der ja auch ein Geburtstag des Koalitionsgesetzes ist, ist Grundlage, dafür, dass Aktivitäten wie Streik überhaupt möglich sind. Wenn man sich die Geschichte ansieht, war die 1.Republik viel mehr von Streiks geprägt. Das Wesen der Sozialpartnerschaft ist die Weisheit, dass die Lösung nur am Verhandlungstisch zu erreichen ist", so Foglar

Leitl: "Sie alle tragen dazu bei, dass es dem Land besser geht als anderen Ländern. Ich möchte mich bedanken für ein modernes ArbeitnehmerInnen-Schutzgesetz, Impulse für die Arbeitsmarktpolitik, Bekämpfung der Krise". Sorger: "Ich habe viele Betriebsräte erlebt und kann nur das beste Zeugnis für sie ausstellen. Vereinbarungen werden auf Augehöhe geschlossen. Ein Handschlag mit einem Gewerkschafter ist etwas, auf das man sich zu 100 Prozent verlassen kann.

Tumpel: "Die Qualität der österreichischen Sozialpartnerschaft ist etwas Besonderes. Nichts Gesetzliches, sondern mit dem Willen und der Übereinstimmung der jeweiligen Mitglieder." Wlodkowski: "Die Bauern erleben seit dem EU-Beitritt den größten Wandel aller Berufsgruppen. Wir müssen nachhaltig und über Generationen hinweg planen können. Die Investitionen sind hoch."

Weiss: "Die Sozialpartnerschaft signalisiert die Aufwertung der abhängig Beschäftigen. Die demokratiepolitische Aufwertung der Gewerkschaften. Fraueninteressen kommen sehr wenig zur Geltung. Von zentraler Bedeutung ist, den Rahmen zu öffnen für Frauen und für EinwanderInnen."

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