• 27.04.2010, 19:41:26
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Foglar: ÖGB ist immer so kämpferisch wie notwendig

Sozialpartnerpräsidenten in der Talkrunde

Wien (OTS/ÖGB) - Mit einer Talkrunde der Sozialpartnerspräsidenten
und der Sozialexpertin Alexandra Weiss wurde der Festakt zum 65.
Geburtstag des ÖGB fortgesetzt. "Sie alle tragen dazu bei, dass es
dem Land besser geht als anderen Ländern", gratulierte WKÖ-Präsident
Christoph Leitl. Der Präsident der Industriellenvereinigung, Veit
Sorger, meinte: "Ich habe viele Betriebsräte erlebt und kann das
beste Zeugnis für sie ausstellen." AK-Präsident Herbert Tumpel sagte:
"Die Qualität der österreichischen Sozialpartnerschaft ist etwas
Besonderes", und LWK-Präsident Gerhard Wlodkowski bekräftigte, dass
die Land- und Forstwirtschaft sichert Arbeitsplätze in
Österreich.++++

"Der ÖGB ist immer so kämpferisch, wie notwendig es ist die
Interessen der ArbeitnehmerInnen durchzusetzen. Der heutige
Geburtstag, der ja auch ein Geburtstag des Koalitionsgesetzes ist,
ist Grundlage, dafür, dass Aktivitäten wie Streik überhaupt möglich
sind. Wenn man sich die Geschichte ansieht, war die 1.Republik viel
mehr von Streiks geprägt. Das Wesen der Sozialpartnerschaft ist die
Weisheit, dass die Lösung nur am Verhandlungstisch zu erreichen ist",
so Foglar

Leitl: "Sie alle tragen dazu bei, dass es dem Land besser geht als
anderen Ländern. Ich möchte mich bedanken für ein modernes
ArbeitnehmerInnen-Schutzgesetz, Impulse für die Arbeitsmarktpolitik,
Bekämpfung der Krise". Sorger: "Ich habe viele Betriebsräte erlebt
und kann nur das beste Zeugnis für sie ausstellen. Vereinbarungen
werden auf Augehöhe geschlossen. Ein Handschlag mit einem
Gewerkschafter ist etwas, auf das man sich zu 100 Prozent verlassen
kann.

Tumpel: "Die Qualität der österreichischen Sozialpartnerschaft ist
etwas Besonderes. Nichts Gesetzliches, sondern mit dem Willen und der
Übereinstimmung der jeweiligen Mitglieder." Wlodkowski: "Die Bauern
erleben seit dem EU-Beitritt den größten Wandel aller Berufsgruppen.
Wir müssen nachhaltig und über Generationen hinweg planen können. Die
Investitionen sind hoch."

Weiss: "Die Sozialpartnerschaft signalisiert die Aufwertung der
abhängig Beschäftigen. Die demokratiepolitische Aufwertung der
Gewerkschaften. Fraueninteressen kommen sehr wenig zur Geltung. Von
zentraler Bedeutung ist, den Rahmen zu öffnen für Frauen und für
EinwanderInnen."

Rückfragehinweis:
ÖGB Öffentlichkeitsarbeit
Nani Kauer
Tel.: (01)53 444-39 261
[email protected]

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