Neues Volksblatt: "Blauer Schrott" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 28. April 2010

Linz (OTS) - Die Erkenntnisse aus der Präsidentenwahl werden mit dem Abstand zum Ereignis naturgemäß dürrer. Die Wählerströme sind analysiert, über die Mobilisierungskraft der verschiedenen Parteien bleiben Politiker, Meinungsforscher und andere Experten unterschiedlicher Meinung, Heinz Fischer kann endlich über den 8. Juli hinaus wieder Termine eintragen lassen, und die Koalitionspartner versuchen, ihren jeweiligen Landesparteien die Erfolgsaussichten bei den folgenden drei Landtagswahlen nicht durch unpopuläre Maßnahmen zu versauen.
Womit nur mehr eine Frage offen bleibt: Ist Barbara Rosenkranz eine Hexe? Sie selbst wie ihr Parteichef Heinz-Christian Strache und auch andere namhafte Blaue haben am Sonntag gar nicht empört genug die Hexenjagd auf die blaue Präsidentschaftskandidatin geißeln können. Was wollten uns die Blauen mit dem Begriff Hexe sagen?
Die Antwort ist vermutlich recht simpel: Strache & Co. sind beim Drehen an der Empörungsspirale ans Ende ihrer Weisheit gekommen. Die Bundes-Blauen sondern gehäuft verbalen Schrott ab, weil es ihnen an Argumentationskraft - man könnte auch sagen, intellektueller Ausstattung - fehlt. Der Wiener Wahlkampf wird dafür den Beweis liefern.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001