- 21.04.2010, 09:25:38
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"Konsument": Kaum Pestizide in Import-Erdbeeren
Rückstände meist nur in Spuren nachweisbar. Lediglich zwei von 17 Proben sehr hoch belastet.
Wien (OTS/VKI) - Der Konsum von Erdbeeren vor der Haupterntezeit
im Frühsommer ist bekanntermaßen klimatechnisch problematisch. Doch
sind importierte Erdbeeren auch für die Gesundheit ein Risiko? Der
Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat im Februar gekaufte
Erdbeeren auf Pestizide untersucht. Die Proben kamen aus Spanien,
Marokko, Ägypten und Italien. Die am stärksten belasteten Erdbeeren
mit Ursprungsort Ägypten stammten vom Wiener Naschmarkt (Stand 300).
Eine ebenfalls hohe Belastung wurde in den aus Marokko importierten
Erdbeeren von Zielpunkt (Sechshausergasse) festgestellt. Die beiden
Proben waren derart stark belastet, dass sie nicht in den Verkauf
gelangen hätten dürfen. Abgesehen von diesen Ausreißern fiel die
Bilanz gut aus: Großteils waren Pestizide nur in Spuren nachweisbar.
Bei einer einzigen Probe waren überhaupt keine Pestizide
nachweisbar: in den untersuchten Erdbeeren von Lidl (Triester
Straße). Diese Erdbeeren kamen, ebenso wie die hoch belasteten
Erdbeeren vom Naschmarkt (Stand 300), aus Ägypten. Letztere lagen
gleich bei zwei Pestiziden nahe bzw. weit über dem zulässigen
gesetzlichen Höchstwert. Bei einem der Pestizide wurden darüber
hinaus 69 Prozent der sogenannten akuten Referenzdosis ausgeschöpft.
"Bereits 80 Prozent werden als kritischer Wert gesehen. Vor allem bei
kleinen Kindern, deren Organismus auf Schadstoffe aller Art besonders
reagiert, ist hier bereits eine akute Gesundheitsschädigung möglich",
verdeutlicht VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck. Die akute
Referenzdosis ist ein toxikologischer Grenzwert für Pestizide mit
einer hohen akuten Giftigkeit.
Tipp der Ernährungswissenschafterin: "Wie stark Obst oder Gemüse
mit Pestiziden belastet ist, lässt sich mit freiem Auge nicht
erkennen. Umso ratsamer ist, dieses vor dem Verzehr gründlich zu
waschen. Rückstände von Pflanzenschutzmitteln verschwinden dadurch
zwar nicht, werden aber zumindest mengenmäßig verringert. Die
Wahrscheinlichkeit, dass Obst und Gemüse mit Pestiziden belastet ist,
ist zudem geringer, wenn man saisonal einkauft. Damit trägt man
zugleich zur Schonung des Klimas bei."
Weitere Details zum Test gibt es ab sofort unter www.konsument.at
sowie ab dem 22.4. im Mai-"Konsument".
Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at
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