• 20.04.2010, 09:30:30
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Mittel bei Potenzstörungen: mit Einschränkung geeignet

"Konsument": Langzeitwirkungen der Präparate wenig erforscht. Kauf im Internet nicht ratsam.

Wien (OTS/VKI) - Schätzungen zufolge hat jeder zweite Mann über
vierzig schon einmal Erfahrung mit der sogenannten "erektilen
Dysfunktion" (ED) gemacht. So häufig Potenzstörungen auftreten, so
verschämt wird darüber geschwiegen. Der Verein für
Konsumenteninformation hat sechs in Österreich zugelassene Präparate
für die Diagnose erektile Dysfunktion (ED) bewertet, darunter
PDE-Hemmer wie Viagra & Co. Fazit: Bevor Mann zu Potenzmitteln
greift, sollte sich dieser unbedingt ärztlich untersuchen lassen.
Zwar sind alle Präparate mit Einschränkung geeignet, wenn etwa eine
Umstellung der Lebensgewohnheiten (Alkohol- und Nikotinverzicht,
körperliche Fitness) nicht weiterhilft. Die Langzeitverträglichkeit
von PDE-Hemmern wurde aber bislang nicht ausreichend untersucht. Von
einem Kauf der Potenzmittel im Internet ist zudem abzuraten: Hier
sind Präparate häufig gefälscht und deren Einnahme kann mit
erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden sein.

"Bei PDE-Hemmern wie Viagra handelt es sich nicht um
Aphrodiasiaka, sie helfen nicht bei Libidostörungen. Voraussetzung
für die Wirksamkeit ist, dass ein sexuelles Verlangen vorhanden ist.
Nutzen und Risiken einer Einnahme müssen bei der ärztlichen
Untersuchung sorgfältig abgewogen werden. Die Langzeitwirkung der
Mittel ist noch nicht ausreichend erforscht", so
"Konsument"-Gesundheitsredakteur Bernhard Matuschak. "Viagra ist
eigentlich ein Herzmedikament. Werden nitrathaltige Medikamente zur
Behandlung bestimmter Herzkrankheiten, wie etwa Angina pectoris,
eingenommen, darf das Präparat nicht angewendet werden. Auf Viagra &
Co verzichten muss auch, wer unter schweren Herz-Kreislauf- sowie
Lebererkrankungen leidet, vor Kurzem einen schweren Herzinfarkt oder
Schlaganfall erlitten hat und sehr niedrige Blutwerte aufweist."
Zudem können Lebensmittel wie etwa Grapefruitsaft Nebenwirkungen
verursachen.

Besonders warnt Matuschak aber vor dem Kauf der Präparate im
Internet: "Dies ist illegal und man muss mit hoher Wahrscheinlichkeit
davon ausgehen, dass man ein gefälschtes Präparat erwirbt. Im
schlimmsten Fall gibt man so nicht nur Geld für ein unwirksames
Mittel aus, sondern gefährdet auch seine Gesundheit."

Alle Informationen zum Test gibt es ab sofort auf www.konsument.at
sowie ab dem 22.4. im Mai-"Konsument".

Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at

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