• 15.04.2010, 14:47:22
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ÖGB-Achitz: Gruppenbesteuerungs-Privilegien sichern keine Arbeitsplätze

Gewinnbesteuerung schadet dem Wachstum nicht, höhere Massensteuern sehrwohl

Wien (OTS/ÖGB) - "Wenn IV-Präsident Veit Sorger den
Großunternehmen ihre Steuerprivilegien retten möchte, soll er bitte
nicht die Arbeitnehmer vorschützen", sagt Bernhard Achitz, Leitender
Sekretär des ÖGB. Die Gruppenbesteuerung nützt nicht dem
Arbeitsmarkt, sondern den Kassen der Unternehmer. "Zum Beispiel wird
eine große Bank nicht ihre österreichischen Filialen zusperren, nur
weil sie die Verluste ihrer Auslandstöchter nicht mehr absetzen
kann", so Achitz. Von einer großen Bank wird übrigens kolportiert,
dass sie aufgrund der Gruppenbesteuerung überhaupt keine
Körperschaftssteuer mehr zahlt. Achitz: "Die Gruppenbesteuerung
schadet dem österreichischen Steuersystem und muss daher dringendst
reformiert werden."++++

Die Möglichkeit, ausländische Verluste einfach von der Steuer
abzuschreiben, widerspricht jedem Gerechtigkeitsempfinden - und zwar
doppelt: "Warum werden ausländische Verluste berücksichtigt, nicht
aber die Gewinne, die in anderen Ländern erzielt wurden? Und warum
werden Gewinne prinzipiell viel niedriger besteuert als Arbeit?",
fragt sich Achitz.

Zur Bewältigung der Krisenfolgen und zur Budgetkonsolidierung sind
zwei Dinge am wichtigsten: Wachstum und Beschäftigung. Achitz: "Und
die Besteuerung von Unternehmensgewinnen wird sich nicht negativ auf
das Wachstum ausdrücken. Ganz im Gegensatz zu Sparmaßnahmen,
Sozialkürzungen und Massensteuer-Erhöhungen, die direkt auf die
Kaufkraft der Menschen durchschlagen."

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Rückfragehinweis:
ÖGB-Öffentlichkeitsarbeit
Florian Kräftner
Tel.: (01)53 444-39 264
[email protected]

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