WKÖ-Vizepräsidentin Römer: Mit innovativer und nachhaltiger Logistik aus der Krise

Verkehrsleistungen im 1. Quartal geben Hoffnung auf stabile Entwicklung - Wettbewerbsangleichung gegenüber EU ist gefordert

Wien (OTS/PWK295) - "Nach wirtschaftlichen Rückgängen im Jahr
2009 mehren sich die Zeichen für eine stabile Entwicklung der Verkehrswirtschaft", betonte Renate Römer, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), bei der Veranstaltung "Bedeutung der Logistik für Österreich in Zeiten der Wirtschaftsflaute" in der WKO Sky Lounge Mittwochabend in Wien. "Die Fahrleistung im Verkehr lag im 1. Quartal 2010 bei sämtlichen Verkehrsträgern - von der Straße über Schiene und Schifffahrt bis zur Luftfahrt - über dem Niveau des Vorjahres. Die Stimmung ist positiver als vor einem Jahr, als niemand wusste, wann die Talfahrt zu Ende ist."

Viele österreichische Unternehmen erwirtschaften den Großteil ihres Umsatzes über Exporte. Es sei daher ein Gebot der Stunde, bestehende Defizite bei der Infrastruktur zu beseitigen und die internationale Konkurrenzfähigkeit der Verkehrsunternehmen und Anbieter von Logistikleistungen weiter zu verbessern, um wieder ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu erzielen, so Römer weiter.

"Die Budgetkonsolidierung verlangt stärker als bisher eine vernetzte Herangehensweise beim Ausbau von Infrastrukturprojekten der Landverkehrsträger sowie von Terminals als deren Schnittstelle (Masterplan). Die Senkung der Kfz-Steuer für Lastkraftwagen auf EU-Niveau, die von der Regierung bereits 2008 zugesagt wurde, wäre gerade jetzt ein wichtiges Signal für die Unternehmen", verweist Römer darauf, dass der Logistikbereich von der Krise besonders hart getroffen wurde.

"Die Transportbranche bekennt sich auch in der Krise zur Nachhaltigkeit des Verkehrs. Die Verkehrsabwicklung soll energiesparend, effizienter, sauberer und lärmarm erfolgen", betonte Alexander Klacska, Obmann-Stellvertreter der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Moderne Nutzfahrzeuge seien doppelt so effizient im Treibstoffverbrauch und reduzieren den Ausstoß von Luftschaftstoffen um 95 % im Vergleich zu Fahrzeugen Anfang der 90er Jahre. "Viele Firmen optimieren ihre Lieferketten und ihr betriebliches Mobilitätsmanagement und beschäftigen sich mit alternativen Treibstoffen und Antriebskonzepten", verwies Klacska auf das Engagement der Unternehmen in puncto Klimaschutz und Luftreinhaltung.

Die vom Wirtschaftsministerium im März 2010 eingerichtete Förderung helfe Kleinunternehmen, Finanzierungsengpässe bei der Investition in besonders umweltfreundliche Nutzfahrzeuge zu überbrücken. Dazu kommen die Initiativen der Politik, den Verkehr auf Schiene und Schiff zu verlagern sowie die ökologisierte Tarifgestaltungen, die es seit Jahresbeginn bei der Maut gibt.

Der Trend zur Ausflaggung von Fahrzeugen halte auch 2009 weiter an, bedauerte Klacska. Die Fahrzeugzulassungen liegen seit fast eineinhalb Jahren bei Lastkraftwagen um ein Drittel und bei Sattelzugfahrzeugen um die Hälfte niedriger. "Es gilt daher umso mehr die Devise, Logistikleistungen beispielsweise mittels Telematikeinsatz noch effizienter zu gestalten und Kooperationen weiter zu vertiefen. Neue, unverhältnismäßige bürokratische Anforderungen und steuerliche Belastungen wie die diskutierte Erhöhung der Mineralölsteuer um 30 % sind zu vermeiden, um Wettbewerbsungleichheiten nicht noch mehr zu verschärfen", forderte Klacska abschließend. (SR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich, Bundessparte Transport und Verkehr
Dr. Stefan Ebner
Tel.: Tel. 0590900-4028
stefan.ebner@wko.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0006