- 15.04.2010, 11:00:43
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WKÖ-Vizepräsidentin Römer: Mit innovativer und nachhaltiger Logistik aus der Krise
Verkehrsleistungen im 1. Quartal geben Hoffnung auf stabile Entwicklung - Wettbewerbsangleichung gegenüber EU ist gefordert
Wien (OTS/PWK295) - "Nach wirtschaftlichen Rückgängen im Jahr
2009 mehren sich die Zeichen für eine stabile Entwicklung der
Verkehrswirtschaft", betonte Renate Römer, Vizepräsidentin der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), bei der Veranstaltung "Bedeutung
der Logistik für Österreich in Zeiten der Wirtschaftsflaute" in der
WKO Sky Lounge Mittwochabend in Wien. "Die Fahrleistung im Verkehr
lag im 1. Quartal 2010 bei sämtlichen Verkehrsträgern - von der
Straße über Schiene und Schifffahrt bis zur Luftfahrt - über dem
Niveau des Vorjahres. Die Stimmung ist positiver als vor einem Jahr,
als niemand wusste, wann die Talfahrt zu Ende ist."
Viele österreichische Unternehmen erwirtschaften den Großteil
ihres Umsatzes über Exporte. Es sei daher ein Gebot der Stunde,
bestehende Defizite bei der Infrastruktur zu beseitigen und die
internationale Konkurrenzfähigkeit der Verkehrsunternehmen und
Anbieter von Logistikleistungen weiter zu verbessern, um wieder ein
nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu erzielen, so Römer weiter.
"Die Budgetkonsolidierung verlangt stärker als bisher eine
vernetzte Herangehensweise beim Ausbau von Infrastrukturprojekten der
Landverkehrsträger sowie von Terminals als deren Schnittstelle
(Masterplan). Die Senkung der Kfz-Steuer für Lastkraftwagen auf
EU-Niveau, die von der Regierung bereits 2008 zugesagt wurde, wäre
gerade jetzt ein wichtiges Signal für die Unternehmen", verweist
Römer darauf, dass der Logistikbereich von der Krise besonders hart
getroffen wurde.
"Die Transportbranche bekennt sich auch in der Krise zur
Nachhaltigkeit des Verkehrs. Die Verkehrsabwicklung soll
energiesparend, effizienter, sauberer und lärmarm erfolgen", betonte
Alexander Klacska, Obmann-Stellvertreter der Bundessparte Transport
und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Moderne
Nutzfahrzeuge seien doppelt so effizient im Treibstoffverbrauch und
reduzieren den Ausstoß von Luftschaftstoffen um 95 % im Vergleich zu
Fahrzeugen Anfang der 90er Jahre. "Viele Firmen optimieren ihre
Lieferketten und ihr betriebliches Mobilitätsmanagement und
beschäftigen sich mit alternativen Treibstoffen und
Antriebskonzepten", verwies Klacska auf das Engagement der
Unternehmen in puncto Klimaschutz und Luftreinhaltung.
Die vom Wirtschaftsministerium im März 2010 eingerichtete
Förderung helfe Kleinunternehmen, Finanzierungsengpässe bei der
Investition in besonders umweltfreundliche Nutzfahrzeuge zu
überbrücken. Dazu kommen die Initiativen der Politik, den Verkehr auf
Schiene und Schiff zu verlagern sowie die ökologisierte
Tarifgestaltungen, die es seit Jahresbeginn bei der Maut gibt.
Der Trend zur Ausflaggung von Fahrzeugen halte auch 2009 weiter
an, bedauerte Klacska. Die Fahrzeugzulassungen liegen seit fast
eineinhalb Jahren bei Lastkraftwagen um ein Drittel und bei
Sattelzugfahrzeugen um die Hälfte niedriger. "Es gilt daher umso mehr
die Devise, Logistikleistungen beispielsweise mittels
Telematikeinsatz noch effizienter zu gestalten und Kooperationen
weiter zu vertiefen. Neue, unverhältnismäßige bürokratische
Anforderungen und steuerliche Belastungen wie die diskutierte
Erhöhung der Mineralölsteuer um 30 % sind zu vermeiden, um
Wettbewerbsungleichheiten nicht noch mehr zu verschärfen", forderte
Klacska abschließend. (SR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Bundessparte Transport und Verkehr
Dr. Stefan Ebner
Tel.: Tel. 0590900-4028
mailto:[email protected]
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