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Neues Volksblatt: "Humor" (Von Michael Kaltenberger)
Ausgabe vom 14. April 2010
Linz (OTS) - Der Humor kommt in der Politik viel zu kurz; es
dominiert der Bierernst, die ins Unangenehme gehende Steigerung von
Ernsthaftigkeit.
Umso erfreulicher ist es, wenn sich Politikerinnen und Politiker um
ein wenig Humor bemühen, auch wenn es oft nicht ganz freiwillig ist.
Ein Beispiel ist die freiheitliche Präsidentschaftskandidatin Barbara
Rosenkranz. Nach ihrem Slalom zwischen NZ-Verbotsgesetz und
Kronenzeitung wird sie jetzt nicht müde, in ihren Reden auf die
"politische Klasse" hinzuhacken. Was bei einer Landesrätin und
Präsidentschaftskandidatin nicht einer gewissen Komik entbehrt, ist
doch der Bundespräsident der ungekrönte König der politischen Klasse.
Ein anderes Beispiel ist der oö. SPÖ-Geschäftsführer Christian
Horner, der das "unvollständige Demokratieverständnis" jener
ÖVP-Politiker geißelt, die für die Bundespräsidentenwahl keine
Wahlempfehlung abgeben wollen. Seine Begründung: Sie grenzen sich
durch ihre Nicht-Empfehlung für Heinz Fischer nicht ausreichend vom
äußerst rechten Lager ab.
Auf gut Deutsch: Wer nicht Heinz Fischer wählt ist ein
Rechtsradikaler.
Man kann das mit Humor nehmen. Man kann aber auch nach dem
Demokratieverständnis einer Partei fragen, die meint, sie habe den
demokratischen Alleinvertretungsanspruch.
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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