• 13.04.2010, 16:17:44
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Erfolg für Naturschutz und Grundbesitzer: Kraftwerk Spullersee vorerst vom Tisch

Widerstand von WWF und Greenpeace gegen Spullersee-Projekt geht unvermindert weiter

Bregenz (OTS) - Im Zuge des heutigen Gespräches zwischen den ÖBB
und den Grundbesitzern der Lech-Quellbäche haben die betroffenen
Bauern ihre Ablehnung der Beileitung Ost nochmals bekräftigt. ÖBB,
Grundbesitzer und Landesrat Erich Schwärzler haben sich darauf
geeinigt, dass es keine Enteignungen geben wird. Die ausstehenden
Verfahren (Wasserrechtsverfahren sowie Naturschutzverfahren in
Vorarlberg), die zur Genehmigung des Kraftwerks nötig sind, werden
indes ruhend gestellt, bis es eine Einigung zwischen ÖBB und
Grundbesitzern gibt. "Wir werden diese Nachdenkpause nützen, um das
endgültige Aus für dieses katastrophale Kraftwerksvorhaben zu
erreichen", erklärt Christoph Walder vom WWF.
Der WWF ließ heute Vormittag vor dem Landhaus symbolisch mannshohe
Silhouetten der betroffenen Bauern aufmarschieren. "Enteignung nie!"
oder "Unser Wasser gehört uns" stand darauf zu lesen. Mit der
Installation sollte verdeutlicht werden, dass 100 Grundbesitzern ihre
Wasserrechte zwangsweise entzogen werden und wertvolle Natur zerstört
wird, wenn die Bundesbahnen am Projekt festhalten. "Die heutige
Entscheidung ist ein wichtiger Meilenstein im Kampf um die Erhaltung
des Wildflusssystems Lech", erklärt Christoph Walder vom WWF.

In Wien besetzte die Umweltschutzorganisation Greenpeace indes seit
Montag Vormittag die ÖBB-Zentrale.

Die ÖBB haben im heutigen Gespräch in Bregenz erklärt, ein neues
Angebot an die Alpgemeinschaften zu stellen, um die Wasserrechte doch
noch zu erlangen. "Jedes Angebot wird selbstverständlich geprüft",
erklärt Bauernvertreter Josef Nessler von der Alpgemeinschaft
Pazüel-Tritt. "Da wir das Kraftwerksprojekt der ÖBB aber
grundsätzlich ablehnen, kann ich mir nicht vorstellen, dass die
Vollversammlung der Grundbesitzer diesem neuen Angebot zustimmen
wird", so Nessler. Vielmehr zeigte man sich sehr überrascht, dass die
ÖBB ein eindeutiges Nein nicht akzeptieren könne.

"Solange die ÖBB-Konzernleitung den Spullersee-Plänen nicht endgültig
einen Riegel vorschiebt, geht unser Widerstand weiter!", sind sich
WWF und Greenpeace einig.

Aktionsfotos der Installation vor dem Landhaus unter Tel. 0676/83 488
203 (Claudia Mohl, WWF)
Aktionsfotos der ÖBB-Besetzung unter Tel. 0664/612 67 26 (Ingrid
Fankhauser, Greenpeace)

Rückfragehinweis:
Christoph Walder, WWF Flussexperte, Tel. 0676/92 55 430
Claudia Mohl, Pressesprecherin WWF, Tel. 0676/83 488 203
Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace, Tel. 0664/612 67 18

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WWF

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