Bundeskanzler Faymann: Wien als Austragungsort für Klimakonferenz

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon lädt Bundeskanzler Werner Faymann zum Millenniumsgipfel der Vereinten Nationen nach New York

Wien (OTS) - "Wir haben uns eingehend über die friedenserhaltenden Einsätze der UNO, den Klimaschutz, den UN-Sitz Wien und aktuelle Fragen der internationalen Politik ausgetauscht", fasste Bundeskanzler Werner Faymann die Themen seiner Unterredung mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen zusammen. Ban Ki-moon traf heute mit dem Bundeskanzler zu einem ausführlichen Gespräch zusammen.

Faymann betonte in der anschließenden Pressekonferenz, dass aus dem Scheitern der Klimakonferenz in Kopenhagen nun dringend Lehren gezogen werden müssten. "Wir müssen uns für gemeinsame, verbindliche Ziele einsetzen, das sind wir den nachfolgenden Generationen schuldig", so der Kanzler. Österreich wolle dazu aktiv einen Beitrag leisten. "Wien würde sich als Veranstaltungsort für eine Klimakonferenz anbieten", so der Kanzler. Ban Ki-moon zeigte sich ebenfalls überzeugt, dass die internationale Gemeinschaft nun hart an einer neuen Vereinbarung arbeiten müsse: "Unser Ziel muss weiterhin ein verbindlicher Vertrag sein. Ich danke der österreichischen Regierung für ihre aktive Unterstützung im Kampf gegen den Klimawandel", so der UN-Generalsekretär.

Die Missionen der UNO waren ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs zwischen Ban Ki-moon und Werner Faymann. Der UN-Generalsekretär dankte Österreich für seine "essentielle Rolle bei friedenserhaltenden Missionen, ganz besonders im Rahmen des Golan-Einsatzes". 90.000 Österreicherinnen und Österreicher hätten sich seit den 60er Jahren bei internationalen Friedenseinsätzen bewährt. Er sei sich mit dem Bundeskanzler darin einig, dass die UN-Mandate insgesamt eine bessere Finanzierungsgrundlage und klare Benchmarks bräuchten.

Zur Situation im Nahen Osten betonte der Generalsekretär, dass er weiterhin das Zustandekommen von Annäherungsgesprächen unterstützen werde. "Wir müssen diese Annäherung im Nahen Osten so bald wie möglich ankurbeln", so Ban Ki-moon. Auch der Konflikt in Kirgisistan sei heute ein Gesprächsthema gewesen. Ban Ki-moon plane in Zusammenarbeit mit der OSZE, einen Sonderbeauftragten zu entsenden.

Bundeskanzler Faymann sicherte dem Generalsekretär die fortgesetzte Unterstützung Österreichs im Sicherheitsrat zu. In der Wirtschaftspolitik gelte es, Gelder für dringende soziale Anliegen wie die Armutsbekämpfung oder Maßnahmen im Gesundheitsbereich aufzubringen, anstatt Finanzmittel durch Spekulationsgeschäfte zu verlieren. "Eine verstärkte Kontrolle und Regulierung der Finanzmärkte ist dafür unumgänglich", so Faymann.

Der UN-Generalsekretär dankte Österreich für seine aktive Rolle im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen: "Wir haben eine gute Zusammenarbeit bei allen wichtigen, globalen Herausforderungen". Er würde sich freuen, Bundeskanzler Faymann beim UN-Sondergipfel im September in New York begrüßen zu könnten. Beim sogenannten Millenniumsgipfel werde es um die Ziele der Vereinten Nationen bis 2015 und die Roadmap zu deren Umsetzung gehen.

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