- 07.04.2010, 11:45:00
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Berlakovich: 3,5 Millionen Euro für klimafreundliche Elektromobilität
Klima- und Energiefonds sucht Modellregionen für elektrische Mobilität.
Wien (OTS) - Im Vorjahr förderte der Klima- und Energiefonds
Elektromobilität in Modellregionen mit 2,5 Millionen Euro. Für 2010
wurden diese Mittel um eine weitere Million Euro erhöht. Von den 3,5
Millionen werden 2,8 Millionen Euro an größere Städte vergeben. Der
weitere Betrag von 700.000 Euro steht kleineren Städten und
ländlichen Regionen zur Verfügung. Pro Kategorie will der Klima- und
Energiefonds heuer mindestens eine Region fördern.
"Wir haben in der Energiestrategie das Ziel formuliert, 250.000
Elektroautos bis zum Jahr 2020 auf Österreichs Straßen zu bringen.
Mit diesem Förderprogramm geben wir einen wesentlichen Impuls zur
Zielerreichung. Die Zukunft der Mobilität muss klimafreundlich sein.
Daher haben wir auch in der Flotte des Lebensministeriums Fahrzeuge,
die mit Biotreibstoffen angetrieben werden und ein Elektroauto", so
Umweltminister Niki Berlakovich.
Vorbild ist das Projekt "VLOTTE" (www.vlotte.at), das als
Siegerprojekt der ersten Ausschreibung 2008 hervor ging. Die
Vorarlberger Modellregion "VLOTTE" verbindet höchst erfolgreich eine
stetig wachsende Elektrofahrzeugflotte mit intelligenter
Betankungs-Infrastruktur. Der dabei verwendete Strom wird zu 100 %
aus erneuerbaren Energien gespeist. Ein innovatives Geschäftsmodell
ermöglicht zusätzlich die Risikominimierung für interessierte
Nutzerinnen und Nutzer. Dadurch ist auch die Einbindung der
E-Mobilität in ein nachhaltiges Gesamtverkehrskonzept garantiert.
Die zweite österreichische Modellregion E-Mobilität ist das
Projekt "ElectroDrive" in Salzburg, das im Dezember 2009 den
Förderzuschlag erhielt. Beide Regionen zählen zu europäischen
Vorreitern und haben bereits zahlreiche Nachahmer im In- und Ausland
gefunden.
"In den Modellregionen wird Zukunft gelebt. Wir ermöglichen damit
Innovationen und Chancen für die österreichische Wirtschaft, gewinnen
wesentliche Erkenntnisse für eine breite Markteinführung der
E-Mobilität und tragen somit zur Erreichung der Klimaziele bei", so
Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds. Das
Programm "Modellregion E-Mobilität" forciert durch seine Kontinuität
erfolgreich die Weiterentwicklung des Energie- und Verkehrssystems.
Seit 1990 sind die Emissionen aus dem Verkehrsbereich um 61 %
gestiegen, der Verkehr ist für 26 % der Treibhausgasemissionen in
Österreich verantwortlich. Vorrangiges Ziel muss daher sein, den
motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und über den Einsatz
Erneuerbarer Energien zu elektrifizieren. Nur so ist die dringend
notwendige drastische Treibhausgasreduktion durchführbar.
Das Förderprogramm strebt die Verbreitung von Elektro-Fahrzeugen
sowohl für den gewerblichen als auch den privaten Gebrauch an. "Die
Konzentration der Fördermittel auf Modellregionen macht deshalb Sinn,
weil Elektrofahrzeuge immer noch teurer sind, als Autos mit
Verbrennungsmotor", erklärt Ingmar Höbarth. "Mit einer 30 % Förderung
der Investitionskosten kann ein attraktives Paket für die
Endnutzerinnen und Nutzer der E-Mobilität geschnürt werden. So wird
in konzentrierter Form, die Funktionalität und Attraktivität dieses
neuen Verkehrs- und Energiesystems im Zusammenspiel von Individuen,
Unternehmen und Politik getestet und verbessert", so der
Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds abschließend.
Leitfaden und Einreichformulare stehen im Förderguide unter
www.klimafonds.gv.at zur Verfügung. Einreichungen werden bis zum 27.
Juli 2009 entgegengenommen.
Rückfragehinweis:
Klima- und Energiefonds
01/585 0 3 90 - 29
mailto:[email protected]
www.klimafonds.gv.at
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