Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien (SWV): 20% der Wiener Gastronomiebetriebe stehen vor dem Aus!

SWV-Turecek: Aktuelles Tabakgesetz ist gute Lösung für Wiener Betriebe

Wien (OTS) - Die Diskussion über ein absolutes Rauchverbot in der Gastronomie ist wieder neu entflammt. Sollte es dazu kommen, so steht jeder fünfte Wiener Gastronomiebetrieb vor dem aus. KR Willy Turecek, Vorsitzender der Fachgruppe Gastronomie in Wien: "Das sind 20 Prozent aller Wiener Gastronomiebetriebe, die bei Umsetzung eines absoluten Rauchverbotes zusperren müssen. Was das für die Wirtschaft bedeutet, ist klar: Weniger Arbeitsplätze, weniger Lehrlinge, weniger Kaufkraft!"

Bereits 2007/2008 haben 25.000 Menschen die Unterschriftenaktion "Gegen ein generelles Rauchverbot in Lokalen" des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien unterstützt. "Dank des Einsatzes der Funktionärinnen und Funktionäre des SWV Wien, die unermüdlich gegen ein generelles Rauchverbot gekämpft haben und Tag und Nacht bei den Selbstständigen vor Ort beratend tätig waren, sowie der Solidarität der Betriebe und der Gäste konnten wir 2008 gemeinsam ein generelles Rauchverbot in Lokalen verhindern", so der neu gewählte Obmann der Wiener Gastronomie Turecek.

Folgende Punkte des bisherigen Kompromisses sind aus Sicht des SWV Wien für ein Überleben der Gastronomiebetriebe besonders wichtig:
Die Möglichkeit des Nachweises, dass eine räumliche Trennung in einem Betrieb im Rahmen eines Verfahrens aus rechtlichen Gründen nicht durchführbar ist und die Wahlfreiheit bei Ein-Raum-Lokalen mit einer Verabreichungsfläche unter 50 Quadratmeter, denn in manchen Betrieben sei, so Turecek, trotz einer gewissen Betriebsgröße eine räumliche Trennung nicht möglich. Turecek: "Ein generelles Rauchverbot bzw. eine zwingend vorgeschriebene räumliche Trennung würde jeder fünfte Gastronomiebetrieb in Wien nicht verkraften. Daher spreche ich mich absolut gegen ein generelles Rauchverbot in Gastronomiebetrieben aus. Die Trennung in Zonen ist ein gangbarer Kompromiss. Jeder Wirt muss selbst entscheiden, ob er umbaut!"

Längere Öffnung für Schanigärten

Die Schanigärten sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Wiener Gastronomen. Turecek: "Daher ist es wichtig, dass die Selbstständigen rund um das Thema Schanigärten bestmöglich beraten und unterstützt werden. Für eine optimale wirtschaftliche Nutzung ist es aus meiner Sicht wichtig, dass die Wiener Gastronomen garantierte Öffnungszeiten (so lange wie möglich) für die Öffnung ihrer Schanigärten bekommen, dass für die Sommermonate zusätzliche Schanigärten genehmigt werden und dass Schanigärten ganzjährig genehmigt werden! Der letzte Punkt ist vor allem vor dem Hintergrund des drohenden Rauchverbotes in der Gastronomie eine wichtige Unterstützung der Gastronomen!"

Lebensmittelkennzeichnung

Auch die im Raum stehende Androhung der EU-MinisterInnen, dass künftig Mengen- und Herkunftsangaben in den Speisekarten aufgelistet sein müssen, sorgt die Gastronomie. "Sollte das tatsächlich so beschlossen werden, befürchte ich einen massiven Mehraufwand und Speisekarten in Buchstärke. Denken wir doch nur mal daran, wie viel Text künftig eine einfache Leberknödelsuppe auf der Speisekarte einnehmen wird", so Turecek und weiter "Bei diesem Thema tickt die Uhr leider gegen die Gastronomie." Aus der Sicht des SWV Wien ist die derzeitige Lebensmittelkennzeichnung ausreichend, da die Gastronomie in Österreich, so Turecek abschließend, dem Lebensmittelkodex unterliege und so die Konsumentinnen und Konsumenten schon aktuell optimal informiert seien.

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