HTU-Wien: Karl benutzt Notfallsparagraphen als Politikum

Zugangsbeschränkungen für die Architektur lösen keine Probleme sondern schaffen nur neue.

Wien (OTS) - Mit dem Vorstoß von Frau Bundesministerin Karl, den Zugangsbeschränkungsanträgen nach dem sogenannten Notfallparagraphen 124b stattzugeben, übergeht sie rechtliche Bestimmungen. "Karl nutzt klar ihr politisches Amt aus, um Beschränkungen voranzutreiben, und zwar auf Kosten der Studierenden." zeigt sich Bianka Ullmann, Vorsitzende der HTU Wien empört.

Der Paragraph ist nur anzuwenden, wenn "durch die erhöhte Nachfrage ausländischer Staatsangehöriger die Studienbedingungen in diesen Studien unvertretbar sind". Im Besonderen sind damit die deutschen Studierenden gemeint, die auf Grund des in Deutschland beschränktenStudienzugangs nach Österreich kommen.

Der Großteil der Architekturstudien ist jedoch in Deutschland weiterhin unbeschränkt. Im letzten Wintersemester haben an der TU Wien lediglich 30 Personen deutscher Staatsangehörigkeit das Architekturstudium begonnen, das sind weniger als vier Prozent der StudienbeginnerInnen. Dieser Anteil hat sich in den vergangen Jahren auch nicht signifikant erhöht.

Die Zugangsbeschränkungen lösen in keiner Weise die Probleme auf den Universitäten, sondern verschieben nur kurzfristig die Überlastung einer Studienrichtung auf eine andere. "Dass Karl vorschlägt, die vorhersehbare Verschiebung der Problematik auf andere Studien mit weiteren Zugangsbeschränkungen zu bekämpfen, kann nur als blanker Hohn angesehen werden.", so Ullmann abschließend.

Die HTU Wien (Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der TU Wien) ist die gesetzliche Interessensvertretung der Studierenden an der TU Wien.

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