• 26.03.2010, 09:27:14
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EARTH HOUR: "Dunkelmunkel" statt Lichterglanz für den Klimaschutz

WWF: Welle von Aktionen bewegt sich morgen quer über den Erdball

Wien. (OTS) - Morgen Samstag wird sich die vierte EARTH HOUR quer
über den Erdball bewegen. Um 20.30 Uhr werden in mehr als 4.000
Städten in knapp als 130 Ländern der Welt für eine Stunde die Lichter
ausgehen. Die globale Aktion wandert wie eine Welle von den
neuseeländischen Chatham-Inseln entlang der Zeitzonen in 24 Stunden
bis zur Pazifikinsel Samoa. Hunderte von Veranstaltungen, Konzerte
und Feiern für den Klimaschutz finden statt. Zum fünften Mal seit dem
Zweiten Weltkrieg wird auch der Piccadilly Circus in London dunkel
sein. Sogar auf den Galapagos Inseln werden die Straßenlaternen durch
Kerzen ersetzt und selbst die australische Antarktis-Station wird für
eine Stunde die Lichter abschalten. In Kasachstan und den Philippinen
wird es Flash Mobs im Kerzenlicht geben. Alle sieben Kontinente sind
Teil der Aktion. Mehr als 1.200 Wahrzeichen bleiben weltweit im
Dunkeln. Die ältesten Wahrzeichen, die ihre Lichter abschalten, sind
die 4.500 Jahre alten Pyramiden von Gizeh und das jüngste Gebäude ist
der 800 Meter hohe Burj Khalifa.

Gestern hat auch Schloss Schönbrunn in Wien zugesagt, die
Schlossbeleuchtung und die Gloriette auszuschalten. "Wir rufen ganz
Österreich auf ein symbolisches Zeichen zu setzen, am Samstag
ebenfalls die Lichter abzuschalten und eine Kerze anzuzünden.
Dunkelmunkel statt Lichterglanz!", formuliert WWF-Geschäftsführerin
Hildegard Aichberger das Motto. Die globale Aktion soll den
Klimawandel weltweit bewusst machen und richtet sich an die
Weltklimakonferenz von Mexiko, wo Ende des Jahres ein verbindlicher
Weltvertrag zur Reduktion der Treibhausgase beschlossen werden soll.
Tipps für das Energiesparen finden sich auf www.earthhour.at.

Rund um die Earth Hour finden weltweit Events bei Kerzenschein statt.
Der WWF empfiehlt mit Freunden, Nachbarn oder in der Familie
Kerzenscheinpartys zu organisieren und die dunkle Stunde gemeinsam zu
erleben - eben "dunkelzumunkeln". Auch in Österreich gehen am Samstag
in allen Landeshauptstädten und vielen anderen Gemeinden die Lichter
aus. Dunkel werden sein: in Innsbruck das Goldene Dachl; in Bregenz
der Martinsturm; in St. Pölten das Rathaus; in Graz der Uhrturm, die
Herz-Jesu-Kirche und die Oper; in Klagenfurt der Lindwurm; in Linz
das Ars Electronica Center und das Lentos Kunstmuseum; in Eisenstadt
das Schloss Esterházy und weitere Gebäude; in Salzburg die gesamte
Stadtbeleuchtung mit der Festung Hohensalzburg; in Wien der
Arsenalturm und das Schloss Schönbrunn mit der Gloriette. Die
Vergleichsfotos aus Österreich werden auf www.earthhour.at zu sehen
sein. Bis zum Samstagabend kann sich jeder dort eintragen und kurz
vor der Earth Hour auch noch eine virtuelle Kerze entzünden. Mehr als
7.000 Österreicher haben sich dort bereits registriert.

Viele österreichische Prominente wie Alfons Haider, Barbara Rett,
Christian Clerici, Helmut Pechlaner, Herbert Steinböck, Doris
Golpashin, Bernd Lötsch, Thomas Schäfer-Elmayer, Christina Stürmer,
Kicker Roland Linz und Radio Arabella-Moderatorin Leila Mahdavian
werden am Samstag Abend die Lichter ausmachen und Kerzen anzünden.
Mehr als 160 Online-Portale in Österreich unterstützen die Kampagne
auf ihren Websites.

Der WWF betont, dass die Earth Hour eine symbolische Aktion ist und
ein Zeichen an die Entscheidungsträger der Welt für einen wirksamen
Klimaschutz setzen soll. Ende des Jahres werden die Politiker aller
Länder auf der Weltklimakonferenz in Cancun in Mexiko über die
Klimazukunft des Planeten entscheiden. Der WWF fordert einen weltweit
bindenden Vertrag zur Reduktion der Treibhausgase um mindestens 80
Prozent bis 2050, den wirksamen Schutz der Regenwälder, nationale und
internationale Programme zur Förderung von Energieeffizienz und den
Umbau des Weltenergiesystems hin zu Erneuerbaren Ressourcen. "Wir
müssen die Erderwärmung unter zwei Grad halten, sonst wird es zu
einem globalen Artensterben kommen", warnt Aichberger.

Die Earth Hour, die 2007 vom WWF gegründet wurde, findet seit 2008
auch in Österreich statt. 2008 waren 35 Länder, 2009 bereits 88
Länder an der Earth Hour beteiligt, 20.000 Firmen, 8.000 Schulen,
5.500 Organisationen erreichten letztes Jahr weltweit mehrere Hundert
Millionen Menschen. Unter den mehr als 1.200 dunklen Wahrzeichen
heuer sind der Eiffelturm, das Brandenburger Tor, die Bosporus-Brücke
sowie der Big Ben und auch der Buckingham Palace in London.

Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Medienleiter WWF, Tel. 01-48817-231 oder 0676-83488-231, Email: [email protected]. Website: www.earthhour.at. WWF auf Twitter: www.twitter.com/wwfaustria und Facebook: www.facebook.com/wwfaustria.

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