• 24.03.2010, 13:22:46
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Peter Haubner: Nicht Arbeitslosigkeit fördern, sondern Wachstum und Beschäftigung sichern

Finanzielle Mittel nicht in Förderung von Arbeitslosigkeit investieren, sondern zur Aktivierung von Möglichkeiten für Arbeitssuchende verwenden

Wien (OTS) - Wirtschaftsbund-Generalsekretär Abg.z.NR Peter
Haubner sprach sich heute gegen die Forderung von AK-Präsident Tumpel
aus, die Arbeitslosigkeit zu attraktivieren. Haubner: "Das oft
verwendete Argument, das österreichische Arbeitslosengeld sei im
internationalen Vergleich sehr niedrig, ist falsch. Ein
internationaler Vergleich lediglich danach, wie hoch die
Nettoersatzrate ist. hinkt. In vielen Ländern sinkt die
Nettoersatzrate mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit und zwar
oft stärker als in Österreich. Zum anderen gibt es Höchstbeträge,
auch diese sind von Land zu Land verschieden und oft niedriger als in
Österreich. Weiters gibt es in Österreich Familienzuschläge, die das
Arbeitslosengeld erhöhen, aber bei einem Vergleich oft nicht
berücksichtigt werden. In anderen Ländern wie z.B. in Schweden,
werden vom Arbeitslosengeld Steuern und Sozialabgaben abgezogen, in
Österreich nicht."

Haubner weiter: "Die Forderung auf Erhöhung der Nettoersatzrate beim
Arbeitslosengeld auf 60 Prozent bedeutet indirekt auch die Forderung
auf Erhöhung der Notstandshilfe (die Notstandshilfe beträgt 95
Prozent bzw. 92 Prozent des Arbeitslosengeldes) auf eine
Nettoersatzrate von 55 bis 57 Prozent. Das bedeutet Mehrkosten von
ca. 105 Millionen Euro im Jahr."

Der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes weiter:
"Die von Tumpel für die Attraktivierung der Arbeitslosigkeit
geforderten Mittel würden anderswo fehlen, wo sie wesentlich besser
und effizienter zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung
eingesetzt werden könnten. So würden etwa laut einer aktuellen
WIFO-Studie zur thermischen Sanierung, Förderaktionen für
Gebäudesanierung wegen der ausgelösten hohen privaten Investitionen,
überkompensierende Steuereinnahmen generieren. So haben die 61
Millionen Euro, die im Konjunkturpaket II 2009 für die Sanierung von
privaten Ein- und Zweifamilienhäusern sowie zugunsten von
Wohnungseigentümern und Mietern vergeben wurden, letztlich
Investitionen in Höhe von 485 Millionen Euro ausgelöst, also ein
Hebel von 1:8. Bei einer Investition von 400 Millionen pro Jahr (wie
vorgeschlagen) wären das 3,2 Milliarden. Euro."

Haubner abschließend: "Beschäftigung schaffen, statt Arbeitslosigkeit
fördern. Von Wachstumsimpulsen können alle profitieren: Unternehmen
und Arbeitnehmer."

Rückfragehinweis:
Österreichischer Wirtschaftsbund, Bundesleitung/Presse
Tel.: (++43-1) 505 47 96 - 30
Mobil: 0664/88 42 42 06
mailto:[email protected]
http://www.wirtschaftsbund.at

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