- 24.03.2010, 12:46:17
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Universitätenkonferenz muss am Hochschuldialog teilnehmen
Dialogverweigerung schadet dem Ansehen der Rektoren damit schlussendlich den Universitäten
Wien (OTS/PWK246) - Als "Fehltritt" bezeichnete heute,
Mittwoch, der Leiter der Bildungspolitischen Abteilung der WKÖ,
Michael Landertshammer, den Ausstieg der Universitäten aus dem
Hochschuldialog: "Wenn es darum geht, die Ursachen für die
Fehlentwicklungen in der heimischen Hochschulpolitik zu analysieren,
müssen sich alle Akteure bis hin zur Wirtschaft gemeinsam mit allen
anderen Partnern der Diskussion stellen. Hier kann sich keiner
ausnehmen."
Es sei jedenfalls bedenklich, wenn die Rektoren der öffentlichen
Universitäten im laufenden offenen Verhandlungsprozess nicht bereit
seien, die ihnen zugedachte Rolle zu übernehmen. Diese
Dialogverweigerung schade nur dem Ansehen der Rektoren und damit
schlussendlich den Universitäten, weil der überfällige Reformprozess
nicht entsprechend vorangetrieben werden könne. "Dabei sind die
Herausforderungen sehr groß, denen sich das heimische Hochschulwesen
zu stellen hat. Nur gemeinsam könne man hier zu zukunftsorientierten
Lösungen kommen, Eigenregie sei hier nicht zielführend", kritisierte
Landertshammer.
Auch erinnert Landertshammer daran, dass Ministerin Beatrix Karl
nicht nur zum Dialog eingeladen hat, sondern auch deutlich erkennen
lässt, auf der Grundlage der Arbeitsergebnisse die Lösung der
anstehenden Probleme im Hochschulwesen anzugehen. Angesichts des
Selbstverständnisses der Universitäten, gesellschaftspolitische
Positionen umfassend und analytisch reflektieren zu können, sei eine
Dialogverweigerung die falsche Haltung.
Der WKÖ-Bildungsexperte erinnerte daran, dass in den
unterschiedlichsten Bereichen Lösungsmöglichkeiten gefunden werden
müssten, allen voran müsse endlich ein konsistenter Übergang von der
Schule zur Hochschule und weiter, nämlich dem berufsbegleitenden
Lernen gefunden werden. Damit verbunden seien weitere wichtige Fragen
wie praxisnahe Studiengänge, die Studienfinanzierung selber aber auch
die Vorbereitung auf die künftige Studienwahl. "Nicht die
Verweigerung, sondern die aktive Beteiligung am Dialog gemeinsam mit
allen Stakeholdern ist die einzig adäquate Antwort auf die
anstehenden Herausforderungen im österreichischen Hochschulsystem.
Alles andere schadet nachhaltig dem Image der Universitäten", so
Landertshammer abschließend. (us)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Bildungspolitik
Dr. Michael Landertshammer
Tel.: (+43) 0590 900-3573, F:(+43) 0590 900-261
mailto:[email protected]
http://wko.at/bp
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