• 24.03.2010, 11:03:07
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Wintertourismus bisher leicht im Minus - Tourismusbetriebe fordern konkrete Maßnahmen

Schenner: "Ergebnis gut, aber nicht gut genug" - WKÖ-Tourismusobmann sieht Österreich Werbung sowie Landes-Tourismusorganisationen in der Pflicht

Wien (OTS/PWK245) - Prinzipiell zufrieden zeigt sich der
Sprecher der österreichischen Tourismuswirtschaft in der
Wirtschaftskammer (WKO), Hans Schenner, mit dem heute von der
Statistik Austria verkündeten Nächtigungszahlen für die laufende
Wintersaison. Demnach wurden der Statistik Austria für den Zeitraum
November 2009 bis Februar 2010 43,45 Millionen Übernachtungen (-1,6
gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode) und 10,54 Millionen
Ankünfte (+0,6 Prozent) gemeldet. Gegenüber der ersten
Wintersaisonhälfte (November 2009 bis Jänner 2010), in der die
Nächtigungen noch um 1,8 Prozent unter und die Ankünfte um 0,2Prozent
über dem Vorjahresniveau gelegen waren, verbesserte sich die
Nächtigungs- bzw. Gästebilanz. Bei ausländischen Gästen wurde sowohl
bei den Nächtigungen (2,7 Prozent) als auch bei den Ankünften (-0,8
Prozent) jeweils ein Rückgang registriert. Bei inländischen Gästen
hingegen gab es bei Übernachtungen ein Plus von 2,4 Prozent (auf
insgesamt 9,95 Millionen), bei Ankünften eine Steigerung um 4,2
Prozent (auf 3,14 Millionen) zu verzeichnen. Für die bisherige
Wintersaison bedeutet dass ein neues Rekordniveau.

"Wir haben damit zwar den drittbesten Winter aller Zeiten und ein
All time-High bei den Inlandsurlaubern, aber darauf können wir uns
nicht ausruhen", analysiert der Tourismusobmann. Denn die
Argumentationslinie, dass Österreich in der Krise Marktanteile
gewinnt und andere noch mehr verlieren, "hilft der heimischen
Tourismuswirtschaft wenig. Was bringt den Betrieben und den
Mitarbeitern ein besserer Marktanteil wenn trotzdem weniger Gäste
kommen? Wenn wir statt drei Watschen nur eine bekommen, tut diese
immer noch weh, das ist kein Erfolg", so Schenner.

Der Zuwachs bei den Inlandsnächtigungen sei zwar sehr erfreulich.
"Aber wir dürfen die Augen nicht davor verschließen, dass wir uns am
internationalen Markt behaupten müssen. Wir brauchen -gerade im
Winter - wieder mehr ausländische Gäste und dafür noch mehr
Anstrengungen der Tourismuswerbung", fordert Schenner. Dazu wird es
notwendig sein, dass sich Bund und Länder nicht zur über Prozesse und
Synergien in der heimischen Tourismuswerbung Gedanken machen, sondern
dass die Österreich Werbung klare Ziele für die ausländischen Märkte
formuliert. "Ich erwarte mir noch für den Sommer 2010 und den
nächsten Winter quantitative Ziele für Nächtigungen und Ankünfte für
alle wichtigen Herkunftsmärkte und auch klare Maßnahmen, diese zu
erreichen. Diese Ziele sollten noch im April vorgelegt werden."

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft vertritt 90.000
Betriebe mit über 300.000 Mitarbeitern. Die jährliche Wertschöpfung
der Tourismus und Freizeitwirtschaft beträgt 45 Milliarden Euro, das
sind 16,1 Prozent des BIP. (JR)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft 
   Mag. Rainer Ribing
   Tel.: 05 90 900-3567
   [email protected]
   http://wko.at/bstf

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