- 23.03.2010, 20:08:41
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Neues Volksblatt: "Neid" (Von Michael Kaltenberger)
Ausgabe vom 24. März 2020
Linz (OTS) - Neid ist die ehrlichste Form der Anerkennung, heißt
es.
Da sieht man, dass man auch dem Bösen etwas Gutes abgewinnen kann.
Doch dem Neid, den SPÖ-Geschäftsführer Günther Kräuter mit seinen
Hinweisen auf "pauschalierte Steuerersparnisse" und die
"Unterbewertung des landwirtschaftlichen Eigentums" den Bauern
gegenüber schürt, diesem Neid kann niemand etwas Gutes abgewinnen.
Natürlich sind die Gründe eines Stadtrandbauern mit Blick auf Linz
Millionen wert, das bestreitet niemand. Aber die Familie lebt nicht
von der schönen Aussicht oder von den Erlösen, die beim Verkauf als
Baugrund zu erzielen wären, sondern von den Erträgen, die sie dort
erwirtschaftet. Und diese Erträge werden immer geringer; 2010 lag der
Einkommensrückgang in der Landwirtschaft bei 20 Prozent.
Doch das sagt Kräuter nicht. Und deshalb kommt die Forderung - und
darum geht es am Ende - nach einer höheren Besteuerung von Grund und
Boden bei vielen gut an.
Kräuter sagt auch nicht dazu, dass das der Todesstoß für viele
Tausende bäuerliche Betriebe wäre - mit allen Konsequenzen für die
betroffenen Familien, den Arbeitsmarkt insgesamt und für unsere
Kulturlandschaft.
Neid hat, wie man sieht, nicht immer mit Anerkennung zu tun!
Rückfragehinweis:
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Tel.: 0732/7606 DW 782
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