- 23.03.2010, 11:55:03
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FPÖ: Strache: ORF-Nazi-Statist hatte Knopf-Mikrofon
Manipulation der Tonspur selbstverständlich technisch möglich
Wien (OTS) - Die ORF-Führung gerate immer mehr in
Erklärungsnotstand, erklärte FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache in
seiner heutigen Pressekonferenz zum ORF-Manipulationsskandal. Allein
die Vorgänge, die der ORF bereits zugegeben hat, müssten eigentlich
mehr als ausreichend sein, um die verantwortlichen Personen zum
Rücktritt zu veranlassen.
Tatsache sei, dass ein ORF-Redakteur - mit Wissen und Billigung
seiner Vorgesetzten - Skinheads, bezahlte Nazi-Statisten, in einen
ORF-Bus gepackt habe, um mit ihnen zu einer FPÖ-Veranstaltung in
Wiener Neustadt zu fahren, führte Strache in weiterer Folge aus.
Tatsache sei weiter, dass der ORF zugebe, dass die Initiative dazu
nicht von den Skinheads ausgegangen sei, sondern der ORF-Redakteur
diesen die Frage gestellt habe: "Wollts ihr den Strache sehen?" Und
Tatsache sei weiter, dass die Skinheads vom ORF 100 Euro bekommen
haben, laut ORF einmal, laut Skinheads für jeden Drehtag. "All diese
Geschehnisse wurden vom ORF zugegeben", so Strache. "Allein das
müsste zu Konsequenzen führen.
Auf einem Foto sei zudem ersichtlich, dass zumindest einer der beiden
Nazi-Statisten ein Knopf-Mikrofon anstecken hatte (Foto auf
www.fpoe.at). "Das Motto des ORF war offenbar folgendes: Wenn du
keine Nazis findest, fabrizier sie dir selbst", so Strache. Allein
damit habe sich der ORF selbst der Manipulation überführt. Ein
solches Vorgehen sei einer Demokratie und freien Mediengesellschaft
nicht würdig. Man müsse sich fragen, zu welchen Methoden noch
gegriffen werde, um die FPÖ zu diskreditieren und zu diffamieren.
Was die Tonspur betreffe, sei eine Manipulation natürlich technisch
möglich. Man könne praktisch ein "neues Original" herstellen, Zeit
genug dafür sei ja gewesen. Es gebe zudem genügend Schneideplätze
außerhalb des ORF. Alle Firmen, die mit dem ORF arbeiten, müssten
dieses Filmformat natürlich beherrschen, so Strache. Es müsse jetzt
festgestellt werden, ob das Kamera- und Ton-Team, das mit Moschitz
und den Skinheads gedreht habe, ein ORF-Team gewesen sei oder von
einer anderen Firma.
Um dieses Filmmaterial manipulieren zu können, brauche es am
Schnittplatz nur kurze Zeit. Der Film werde am Schnittplatz
bearbeitet. Die Tonszenen würden komplett entfernt bzw. durch einen
anderen Ton ersetzt, erläuterte Strache. Anschließend werde der
geschnittene fertige Film auf die Filmkassette oder den Chip
zurückgespielt - wie original -jedoch geändert. Wenn man dieses
fertige Material übergebe, könne kaum einer feststellen, dass dieser
Film bereits bearbeitet worden sei.
Die ganze Affäre entpuppe sich jedenfalls immer mehr als ein
Watergate-Skandal der ORF-Führung. Andere seien schon für viel
weniger zurückgetreten. Dieses Künigl-Gate müsse härteste
Konsequenzen haben, forderte Strache. Allein dafür, dass man die
Skinheads nach Wiener Neustadt chauffiert habe, sei die ORF-Führung
rücktrittsreif.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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