Wiener Tierschutzverein an SP-Mayer: Konstruktiver Dialog statt Fernkritik!

Chemikalien-Altlast zerstört Tierschutzhaus - Neuer Standort dringend gesucht!

Wien (OTS) - "Dr. Alois Mayer ist Tierschutzsprecher der Wiener SPÖ. In den letzten zwei Jahren, seit der neue Vorstand des Wiener Tierschutzvereins im Amt ist, hat er kein einziges Mal den Weg ins Wiener Tierschutzhaus gefunden, um sich persönlich ein Bild von den Leistungen und von der Qualität unserer täglichen Tierschutzarbeit zu machen. Vom Schreibtisch im trockenen Rathaus aus Kritik zu üben, das ist leicht! Dr. Mayer ist aber jederzeit zu einem Lokalaugenschein im Wiener Tierschutzhaus herzlich willkommen, um sich über die erdrückenden Problemen der Altlast unter dem Wiener Tierschutzhaus in Kenntnis zu setzen", reagiert Dr. Madeleine Petrovic auf Vorwürfe seitens des SP-Mandatars.

Petrovic zum Hauptproblem: "Das Wiener Tierschutzhaus wurde auf einer Altöldeponie errichtet: Chemikalien zerfressen die Bausubstanz, Rohre bersten, Geschoßdecken fallen herab, Wasser tritt in Korridore ein, an den Wänden herrscht vielerorts schwerer Schimmelbefall. Für Tier und Mensch unzumutbare Zustände, die ernste gesundheitliche Schäden zur Folge haben können. Diese Misere ist der Stadt Wien seit langem bekannt."

Petrovic weiter: "Mit dem neuen Vorstand aus Fachleuten und ExpertInnen setzte im Wiener Tierschutzhaus ein Modernisierungsschub ein: Über 220 ehrenamtliche Betreuungspatinnen sorgen dafür, dass den Hunden ihr Tierheimalltag möglichst abwechslungsreich gestaltet wird. Ein TrainerInnen-Team der neuen, vereinseigenen Hundeschule arbeitet mit gewaltfreien Methoden an der Therapie und Resozialiserung von schwerer vermittelbaren Tieren. Tagtäglich kümmern wir uns bestmöglich um 1.500 Schützlinge. Uns da vorzuwerfen, wir würden uns 'aus der Verantwortung stehlen', ist völlig absurd."

Petrovic: "Ich kann Dr. Mayer versichern, dass der Wiener Tierschutzverein auch weiterhin keinem Tier in Not die Hilfe verwehren wird! Allerdings kann nicht die ganze finanzielle Last einem privaten Verein aufgebürdet werden. Der Leistungsvertrag (keine Subvention!) mit der Stadt Wien deckt gerade einmal 17% der jährlich unbedingt nötigen Aufwendungen ab. Außerdem sieht dieser Vertrag pro Tier lediglich für 30 Tage eine Pauschale vor. Nach Ablauf dieser Frist sorgt der Wiener Tierschutzverein zur Gänze für die Tiere. 83% unseres Budgets bringen unsere SpenderInnen auf", so die Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins.

"Dr. Mayer irrt auch, wenn er meint, wir wollen den Hundeführschein 'konterkarieren'. Im Gegenteil: Der Wiener Tierschutzverein bewirbt den Hundeführschein als sinnvolle Maßnahme zur Verbesserung des Zusammenlebens von Hund und Mensch! Allerdings nicht als Zwangsmaßnahme für willkürlich aufgelistete Hunderassen", erklärt Petrovic weiter. "Denn das führt dazu, dass diese Hunde verstärkt ausgesetzt oder abgegeben werden und teilweise zu einem langfristigen Leben im Zwinger verdammt sind."

"Wir appellieren an die Stadt Wien in aller Eindringlichkeit, uns ein geeignetes Grundstück zur Verfügung zu stellen. Die Zeit drängt! Denn wie will die Stadt ihrem Tierschutzauftrag nachkommen, sollte das Wiener Tierschutzhaus einmal ausfallen? Mit dem Leben von tausenden Tieren und der beruflichen Existenz unserer über 80 MitarbeiterInnen darf kein politischer Hickhack betrieben werden", so Petrovic.

Die WTV-Präsidentin abschließend: "Wir werden noch diese Woche auf alle Rathaus-Parteien mit Terminvorschlägen für einen Lokalaugenschein im Wiener Tierschutzhaus zukommen und hoffen auf einen guten und konstruktiven Dialog und konkrete Lösungen."

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