• 21.03.2010, 14:09:23
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Wiener Tierschutzverein an SP-Mayer: Konstruktiver Dialog statt Fernkritik!

Chemikalien-Altlast zerstört Tierschutzhaus - Neuer Standort dringend gesucht!

Wien (OTS) - "Dr. Alois Mayer ist Tierschutzsprecher der Wiener
SPÖ. In den letzten zwei Jahren, seit der neue Vorstand des Wiener
Tierschutzvereins im Amt ist, hat er kein einziges Mal den Weg ins
Wiener Tierschutzhaus gefunden, um sich persönlich ein Bild von den
Leistungen und von der Qualität unserer täglichen Tierschutzarbeit zu
machen. Vom Schreibtisch im trockenen Rathaus aus Kritik zu üben, das
ist leicht! Dr. Mayer ist aber jederzeit zu einem Lokalaugenschein im
Wiener Tierschutzhaus herzlich willkommen, um sich über die
erdrückenden Problemen der Altlast unter dem Wiener Tierschutzhaus in
Kenntnis zu setzen", reagiert Dr. Madeleine Petrovic auf Vorwürfe
seitens des SP-Mandatars.

Petrovic zum Hauptproblem: "Das Wiener Tierschutzhaus wurde auf
einer Altöldeponie errichtet: Chemikalien zerfressen die Bausubstanz,
Rohre bersten, Geschoßdecken fallen herab, Wasser tritt in Korridore
ein, an den Wänden herrscht vielerorts schwerer Schimmelbefall. Für
Tier und Mensch unzumutbare Zustände, die ernste gesundheitliche
Schäden zur Folge haben können. Diese Misere ist der Stadt Wien seit
langem bekannt."

Petrovic weiter: "Mit dem neuen Vorstand aus Fachleuten und
ExpertInnen setzte im Wiener Tierschutzhaus ein Modernisierungsschub
ein: Über 220 ehrenamtliche Betreuungspatinnen sorgen dafür, dass den
Hunden ihr Tierheimalltag möglichst abwechslungsreich gestaltet wird.
Ein TrainerInnen-Team der neuen, vereinseigenen Hundeschule arbeitet
mit gewaltfreien Methoden an der Therapie und Resozialiserung von
schwerer vermittelbaren Tieren. Tagtäglich kümmern wir uns
bestmöglich um 1.500 Schützlinge. Uns da vorzuwerfen, wir würden uns
'aus der Verantwortung stehlen', ist völlig absurd."

Petrovic: "Ich kann Dr. Mayer versichern, dass der Wiener
Tierschutzverein auch weiterhin keinem Tier in Not die Hilfe
verwehren wird! Allerdings kann nicht die ganze finanzielle Last
einem privaten Verein aufgebürdet werden. Der Leistungsvertrag (keine
Subvention!) mit der Stadt Wien deckt gerade einmal 17% der jährlich
unbedingt nötigen Aufwendungen ab. Außerdem sieht dieser Vertrag pro
Tier lediglich für 30 Tage eine Pauschale vor. Nach Ablauf dieser
Frist sorgt der Wiener Tierschutzverein zur Gänze für die Tiere. 83%
unseres Budgets bringen unsere SpenderInnen auf", so die Präsidentin
des Wiener Tierschutzvereins.

"Dr. Mayer irrt auch, wenn er meint, wir wollen den
Hundeführschein 'konterkarieren'. Im Gegenteil: Der Wiener
Tierschutzverein bewirbt den Hundeführschein als sinnvolle Maßnahme
zur Verbesserung des Zusammenlebens von Hund und Mensch! Allerdings
nicht als Zwangsmaßnahme für willkürlich aufgelistete Hunderassen",
erklärt Petrovic weiter. "Denn das führt dazu, dass diese Hunde
verstärkt ausgesetzt oder abgegeben werden und teilweise zu einem
langfristigen Leben im Zwinger verdammt sind."

"Wir appellieren an die Stadt Wien in aller Eindringlichkeit, uns
ein geeignetes Grundstück zur Verfügung zu stellen. Die Zeit drängt!
Denn wie will die Stadt ihrem Tierschutzauftrag nachkommen, sollte
das Wiener Tierschutzhaus einmal ausfallen? Mit dem Leben von
tausenden Tieren und der beruflichen Existenz unserer über 80
MitarbeiterInnen darf kein politischer Hickhack betrieben werden", so
Petrovic.

Die WTV-Präsidentin abschließend: "Wir werden noch diese Woche auf
alle Rathaus-Parteien mit Terminvorschlägen für einen
Lokalaugenschein im Wiener Tierschutzhaus zukommen und hoffen auf
einen guten und konstruktiven Dialog und konkrete Lösungen."

Rückfragehinweis:
Mag. Alexander Willer, Pressesprecher, Tel.: 0699/ 1660 40 30

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