- 16.03.2010, 19:57:30
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Neues Volksblatt: "Brotneid" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 17. März 2010
Linz (OTS) - Es hat zwar einige Zeit gedauert, bis sich ihr
Widerstand formiert hat, aber jetzt sind sie an die Ablehnungsfront
marschiert, die Rektoren der Medizin-Universitäten von Wien, Graz und
Innsbruck. Ihr Auftreten gegen eine vierte österreichische
Medizin-Uni wird zwar wortreich argumentiert, der langen Rede kurzer
Sinn lautet aber: Wir wollen uns kein Geld wegnehmen lassen. Eine
"Verdünnung des Universitätsbudgets durch eine weitere Universität"
wird befürchtet. Und im selben Atemzug wird das oberösterreichische
Argument eines zunehmenden Ärztebedarfs abqualifiziert - als durch
"keine Studie" belegt. Dass die Proponenten einer Medizin-Uni ihre
Argumentation sehr ausführlich dargelegt haben, übergeht man
geflissentlich.
Natürlich wollen sich die Rektoren bei der neuen
Wissenschaftsministerin mit ihrem Eintreten gegen Linz beliebt
machen. Etwas mehr als eine Berufung auf die Ablehnung der drei
Uni-Chefs wird sich Ministerin Beatrix Karl aber in ihrer
Argumentation zu diesem Thema schon einfallen lassen müssen.
Schließlich zählt schon das Geldargument nur bedingt, ist man doch in
Oberösterreich sehr wohl zu einer Anstoßfinanzierung bereit. Brotneid
jedenfalls sollte gerade in einem so sensiblen Bereich keine
Diskussionsgrundlage sein.
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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