Neues Volksblatt: "Kontraproduktiv" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 16. März 2010

Linz (OTS) - Niemand bestreitet, dass bei Gemeinderatswahlen vor allem die Gemeindepolitik auf dem Prüfstand steht. Genauso kann niemand bestreiten, dass ein flächendeckender Trend in drei Bundesländern, wie zuletzt bei den Gemeindewahlen in NÖ, Tirol und Vorarlberg, der sich mit anderen Wahlen deckt, einige Aussagekraft hat. Und die Aussage von nunmehr zehn aufeinanderfolgenden Wahlgängen ist eindeutig: die ÖVP gewinnt, die SPÖ verliert, die Grünen stagnieren und die Bäume der FPÖ wachsen nicht in den Himmel. Dieses begrenzte Wachstum der blauen Bäume macht vor allem für die Bundespräsidentenwahl am 25. April Hoffnung. Denn nichts wäre schlimmer für das österreichische Bild im Ausland als ein Erfolg -ein Sieg ist zum Glück außer Reichweite - für die FPÖ-Kandidatin Barbara Rosenkranz, der ihr Bekenntnis zum NS-Verbotsgesetz abgerungen werden musste.
Allerdings sind derzeit linke, grüne und andere FrauenpolitikerInnen dabei, der FPÖ-Kandidatin Wähler zuzutreiben, indem sie mit dem Hinweis auf die zehn Kinder und den Stolz auf ihr Mutter-Sein das Frauenbild der Barbara Rosenkranz kritisieren und herabwürdigen. Was viele, denen Familie und Kinder noch etwas bedeuten, zu einem "So nicht!" verleiten könnte. So etwas nennt man kontraproduktiv!

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