- 11.03.2010, 20:37:51
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Neues Volksblatt: "Bologna" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 12. März 2010
Linz (OTS) - Das schöne Bologna hat sich den negativen
Beigeschmack, der mit der nach der italienischen Stadt benannten
Uni-Reform mitschwingt, nicht verdient. Was nichts daran ändert, dass
ernsthafte Kritik an dem ebenso ernsthaften Vorhaben, einen
gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen, erlaubt sein
muss. Nur Grund zum Feiern gibt es gewiss nicht.
Zu differenzieren ist in der Kritik freilich schon. Nicht die Idee an
sich ist schlecht, ganz gewiss nicht. Wenn - nach der Aufnahme von
Kasachstan - in mittlerweile 47 Ländern unter gleichen und vor allem
vergleichbaren Bedingungen studiert werden kann, sollte das für alle
Beteiligten von Vorteil sein. Die Crux liegt leider wie so oft in der
Umsetzung. Dass "die Chancen für junge Menschen" im Mittelpunkt der
Bologna-Idee stehen, wie Wissenschaftsministerin Beatrix Karl betont,
ist unbestritten. Dass man diesen jungen Menschen aber sehr wohl noch
bessere Bedingungen bieten muss, um zum gewünschten Ergebnis zu
kommen, wird auch niemand bestreiten. Wenn die Bologna-Konferenz
nicht bloß als Jubel-Gipfel gedacht ist, sondern als kritische
Bestandsaufnahme verbesserungswürdiger Umstände, dann muss Bologna um
seinen guten Ruf am Ende nicht fürchten.
Rückfragehinweis:
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Tel.: 0732/7606 DW 782
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