Korosec: Auch Volksanwaltschaft zeigt auf, dass Wiener Linien bei Gleichbehandlung bei Senioren-Ermäßigungen weiter säumig sind

Rathaus-Regierende sollen endlich Diskriminierung bei Senioren-Ermäßigungen abstellen

Wien (OTS) - "Die Wiener Linien bleiben stur. Sie haben offensichtlich nicht vor, sich an geltende Gesetze zu halten und die Rathaus-Regierenden tun so, als ob sie damit nichts zu tun hätten. Ein neuer Bericht der Volksanwaltschaft bestätigt dies ein weiteres Mal. Wir fordern die Wiener Linien ebenso wie die Rathaus-Verantwortlichen dringend auf, sofort die Bestimmungen bei den Seniorenermäßigungen zu ändern. Ermäßigungen muss es für jede und jeden sofort ab Pensionsantritt geben", erklärt Ingrid Korosec, Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes und Bundesobmann-Stellvertreterin von Andreas Khol.

"Der Wiener Seniorenbund hat dazu auch längst eine Klage eingebracht. Es wäre jedoch höchst an der Zeit, dass das Unternehmen von sich aus reagiert oder sonst eben von den Eigentümern (Stadt Wien) entsprechend dazu veranlasst wird!"

Seit dem Gleichbehandlungsgesetz vom 1. August 2008 (!) ist es unzulässig, Männer und Frauen beim Zugang zu Dienstleistungen unterschiedlich zu behandeln. Die Gleichbehandlungskommission, die sich daraufhin mit der Frage beschäftigt hatte, ob unterschiedliche Altersgrenzen bei Männern und Frauen für den Zugang zu Senioren-Ermäßigungen rechtens seien, hatte im Feber 2009 (!) ausdrücklich festgestellt, dass die Regelungen, wie bei Wiener Linien und ÖBB noch immer angewendet, gegen dieses Gesetz verstoßen. Nun bestätigt auch ein - dem Parlament übermittelter - Bericht der Volksanwaltschaft, dass die Wiener Linien hier gegen die rechtlichen Bestimmungen verstoßen und seit mehr als einem Jahr säumig sind!

"Mehr als eineinhalb Jahre später weigert sich ein öffentliches Unternehmen noch immer, sich an ein geltendes Gesetz zu halten und der Eigentümer Stadt Wien fühlt sich ebenso nicht zuständig! Müssen die Bürgerinnen und Bürger wirklich für jedes ihrer Rechte vor Gericht kämpfen? Wir erwarten, von einem öffentlichen Unternehmen, die Entscheidungen öffentlicher und unabhängiger Instanzen zu respektieren und umzusetzen. Die Rathaus-SPÖ hat dringenden Handlungsbedarf, denn die Menschen haben schon viel zu lange auf das ihnen zustehende Recht gewartet", so Korosec abschließend.

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