- 08.03.2010, 20:22:05
- /
- OTS0300 OTW0300
Neues Volksblatt: "Glaubhaft?" (von Michael Kaltenberger)
Ausgabe vom 9. März 2010
Linz (OTS) - Sie kam, unterschrieb die eidesstattliche Erklärung
über ihre Distanzierung von der NS-Ideologie, der FPÖ-Generalsekretär
versprühte noch kurz Gift und Galle gegen Journalisten und politische
Gegner - und dann war der Zauber vorbei.
Die FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz hat den vom
"Krone"-Heraus-
geber für die Unterstützung im Wahlkampf vorgeschriebenen Preis
bezahlt und sich zum NS-Verbotsgesetz bekannt, das sie zuvor als
verfassungswidrig bezeichnet hatte. Nicht ohne den Hinweis, wie
unrecht ihr von den Kritikern getan worden sei.
Hat man der FPÖ-Kandidatin wirklich unrecht getan?
Jedenfalls ist es eigenartig, dass immer den Gleichen das Unrecht
widerfährt, in die Nähe des braunen Sumpfs gerückt zu werden; dass
gerade die Frau Rosenkranz öffentlich eine Erklärung unterschreiben
muss, in der sie sich von der NS-Ideologie distanziert, während es
niemandem in den Sinn käme, Solches von den Tausenden anderen
Politikerinnen und Politikern in diesem Land zu verlangen - bis auf
die üblichen Verdächtigen.
Aber der Mensch ist lernfähig, das wollen wir auch der blauen
Kandidatin nicht absprechen. Warten wirs ab, was noch kommt, der
Wahlkampf ist noch lang. Eine Unterschrift allein ist für einen
glaubhaften Sinneswandel zu wenig.
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/438
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB






