Neues Volksblatt: "Strategie?" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 8. März 2010

Linz (OTS) - Einmal ist von abschaffen die Reden, ein andermal von hinterfragen, und ein drittes Mal von zusammenlegen mit anderen Ämtern - FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat aus seiner Meinung über das Amt des Bundespräsidenten nie ein Hehl gemacht.
Das muss man wissen, wenn man sich fragt, warum die FPÖ Barbara Rosenkranz gegen Heinz Fischer in den Kampf um die Hofburg schickt. Jene Politikern, deren erste Wortmeldung als Präsidentschaftskandidation allgemein als Holocaust-Leugnung missverstanden wurde und die uns heute in einer eilig einberufenen Pressekonferenz mitteilen dürfte, wie sehr ihr damit Unrecht geschehen sei.
Steht da nur die falsche Frau am falschen Platz oder ist das Teil einer Strategie, mit der das Amt des Bundespräsidenten systematisch abgewertet werden soll?
Die anderen Parteien sollten auf der Hut sein und nicht in diese blaue Falle gehen. Denn auch aus der ÖVP gibt es bereits Stimmen wie "Wer in der Hofburg hockt und das Augarten-Porzellan verteilt ist nicht entscheidend."
Vorsicht! Es wird auch wieder eine Bundespräsidentenwahl mit ÖVP-Beteiligung geben - und wie soll man dann den Funktionären erklären, dass sie rackern und rennen sollen, wenn es eh egal ist, wer in der Hofburg hockt?

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