• 02.03.2010, 14:23:35
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Sündenfall "Amflora" - BIO AUSTRIA kritisiert EU-Zulassung der Gentech-Kartoffel

Wien (OTS) - BIO AUSTRIA kritisiert aufs Schärfste die
Entscheidung der EU-Kommission, die Gentech-Kartoffel "Amflora"
EU-weit für den Anbau zuzulassen. "Die Europäische Kommission erweist
mit dieser Entscheidung den Bauern und Konsumenten Europas einen
schlechten Dienst", kommentiert BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch die
Entscheidung. "Nutzen wird die Gentech-Kartoffel nur der
Gentech-Industrie, während Bauern und Konsumenten den Schaden haben.
Gentech-Pflanzen können, einmal in der Natur freigesetzt, nicht mehr
kontrolliert werden. Über kurz oder lang wird die nur für technische
Verwendung und als Futtermittel zugelassene Kartoffel auch
Lebensmittel kontaminieren. Das kommt einem Supergau gleich in
Anbetracht der Tatsache, dass die Kartoffel auch ein
Antibiotika-Resistenzgen trägt".

Die Gentech-Kartoffel Amflora wurde vom deutschen Konzern BASF
entwickelt. Es handelt sich um eine Stärkekartoffel für die
industrielle Nutzung, die Genmanipulation bewirkt eine veränderte,
den industriellen Ansprüchen angepasste Stärkezusammensetzung.
Darüber hinaus trägt sie ein Antibiotika-Resistenzgen, eine
Technologie, die auf Grund von Gesundheitsbedenken nach EU-Recht
verboten ist. Die erteilte Genehmigung erstreckt sich auf den Anbau
und die Nutzung für technische Zwecke und als Futtermittel und
erlaubt Verunreinigungen in Lebensmitteln.

"Es ist ein Skandal, dass mit der Zulassung der Gentech-Kartoffel
gleichzeitig die Kontamination von Lebensmitteln legalisiert wird.
Anstatt Kontamination zu verhindern, legalisiert sie die Kommission
und macht sich damit zum Handlanger der Gentech-Industrie, die keine
nachhaltigen Lösungen, dafür aber nachhaltige Probleme anzubieten
hat", formuliert BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch.

BIO AUSTRIA wird sich weiterhin tatkräftig für ein generelles
Anbauverbot einsetzen und alles unternehmen, um auch unter den
zunehmend erschwerten Rahmenbedingungen die Gentechnikfreiheit von
biologischen Lebensmitteln abzusichern.

Rückfragehinweis:
Eva Straka, BIO AUSTRIA Pressesprecherin
Mobil: +43(0)676 842 214 214, mailto:[email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1706

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