Holub/Plass: Tilo Berlin als ÖVP-Wirtschaftskammer-Funktionär zurückgetreten!

Millionen-Profiteur Franz Pinkl ist sein Nachfolger im ÖVP-Wirtschaftsbund

Wien (OTS) - Erfolg für die Grüne Wirtschaft: Der ehemalige Hypo-Alpe-Adria-Vorstand Tilo Berlin, der bis vor wenigen Tagen noch Mandatar des ÖVP-Wirtschaftsbundes in der Wirtschaftskammer war, wurde offenbar über Nacht still und heimlich aus der Wirtschaftskammer entfernt.

"Wirtschaftsbund-Präsident Leitl hat endlich eingesehen, dass es wenig glaubwürdig ist, ständig über Moral und neue Werte zu reden und gleichzeitig von der Staatsanwaltschaft verfolgte Millionenspekulanten in den eigenen Reihen zu haben", kommentiert Volker Plass, Spitzenkandidat der Grünen Wirtschaft. Für Herrn Berlin gilt wie für viele in diesem Land die Unschuldsvermutung.

Die Nachfolge von Tilo Berlin im WKÖ-Bundesfachverband der Landeshypothekenbanken wurde jedoch auf fragwürdige Weise gelöst:
Jetzt sitzt der knapp vor der Ablöse stehende Hypo-Vorstand Franz Pinkl für den ÖVP-Wirtschaftsbund in der Kammer.

Laut Medienberichten kommt Pinkl in den Genuss einer "Change of Controll"-Klausel seines Vertrags, die im Falle eines Eigentümerwechsels die Möglichkeit bietet, gegen Zahlung einer Abfindungssumme auch durch eigenen Entschluss das Unternehmen zu verlassen.

Rolf Holub, Landessprecher der Kärntner Grünen und Vorsitzender des Hypo-Untersuchungsausschusses: "Für die hart arbeitenden KleinunternehmerInnen dieses Landes ist das die reinste Provokation. Zuerst müssen die SteuerzahlerInnen eine vollkommen marode Bank retten, und dann geht deren Kurzzeit-Vorstand mehr als vier Jahre lang mit Millionensalär spazieren!"

Die Grüne Wirtschaft fordert auch in diesem Fall von Wirtschaftsbund-Präsident Leitl eine Klarstellung und den Hinauswurf Pinkls aus dem ÖVP-Wirtschaftsbund: "Leitl prangert ständig unfähige Staatsmanager an, die mit Millionen-Abfertigungen aus ihrer Verantwortung flüchten, und dann schickt er Leute wie Franz Pinkl als Vertreter des ÖVP-Wirtschaftsbundes in die Kammer. Der Unterschied zwischen salbungsvollen Sonntagsreden und der beschämenden Wirklichkeit könnte kaum größer sein", so Plass abschließend.

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