- 17.02.2010, 13:57:57
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Architekturzentrum Wien ruft Semper-Depot-Variante in Erinnerung
Wien (OTS) - Im Rahmen seiner Jahres-Pressekonferenz am Mittwoch
stellte AzW-Chef Dietmar Steiner in Form einer Filmanimation den
Planungsstand einer Etablierung eines Österreichischen
Architekturmuseums im Semper-Depot vor. Demnächst werde man
entsprechende juristische Gesellschaften via Stiftungsrecht gründen,
so Vorstandspräsident Hannes Pflaum, "das wichtigste bleibt freilich
der politische Entschluss, solch ein Museum haben zu wollen."
(Steiner). Mit dem derzeitigen Mieter, der Akademie der Bildenden
Künste, gibt es, nach einer erfreulichen Gesprächsphase um 2007,
derzeit wieder ein ablehnende Haltung seitens Akademie-Rektor Stephan
Schmidt-Wulffen bezüglich eines Auszuges aus dem Depot. Der Einzug
des AzW ins Semper Depot würde zu einer Verdoppelung der Fläche
führen. Bespielungen und Vermietungen an andere Institutionen würden
aufrecht bleiben, so Steiner. Die Idee, das Semper-Depot für ein
Architekturmuseum zu nutzen, reicht bis in die 80er Jahre zurück, als
der damalige Wissenschaftsminister Erhard Busek ein umfassendes
Konzept durch Johannes Spalt und Otto Kapfinger erarbeiten ließ.
Zwischenzeitlich wurde das Semper-Depot in den Jahren 1990 bis 1995
von Carl Pruscha renoviert.
Laut Karin Lux, Geschäftsführerin des AzW, nutzten 2009 rund
80.000 Menschen das auf Ausstellungen, Symposien, aber auch viele
auswärtige Führungen umfassende Programm des Hauses. Im letzten Jahr
konnte ein Besucherzuwachs von 6,9 Prozent verzeichnet werden.
Erfreulich auch der steigende Zuspruch von Schülerinnen und Schülern:
Hier konnte das AzW einen Anstieg von 15 Prozent registrieren. Einen
deutlichen Rückgang von bis zu 30 Prozent musste man bei den
Vermietungen und den Architektur-Tours vermerken.
Insgesamt werden heuer drei große Wechselausstellungen im AzW zu
sehen sein. Den Beginn macht eine Schau über die "arbeitsgruppe 4"
(Laufzeit: 4.3. bis 31.5.), die sich mit den Werken von Wilhelm
Holzbauer, Friedrich Kurrent und Johannes Spalt zwischen 1950 und
1970 auseinandersetzen wird. Im Sommer folgt eine Schau über einen
der wichtigsten europäischen Architekturpreise, den Mies van der Rohe
Award 2009 (Laufzeit: 24.6.-20.9.), im Herbst gibt es dann noch
anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des "European Urban Public Space
Award" in Zusammenarbeit mit dem CCCB Barcelona eine entsprechende
Schau über Gestaltungsbeispiele des öffentlichen Raums ("Platz da!
European Urban Public Space, Laufzeit: 14.10-31.1.2011)
Das AzW wird zum großen Teil von der Stadt Wien (2009: 1,4
Millionen Euro), zum deutlich kleineren Teil vom Bund (2009: 360.000
Euro) unterstützt. Knapp eine Million Euro konnte das AzW im
vergangenen Jahr selbst erwirtschaften. Infos auch unter: www.azw.at
rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/
(Schluss) hch
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/ Mag. Hans-Christian Heintschel Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53) Telefon: 01 4000-81082 Mobil: 0676 8118 81082 E-Mail: [email protected]
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