• 17.02.2010, 13:50:21
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Leitl 1: EU-Watchlist für schädliche Ratingagenturen und Investmentbanken

Politische Aschermittwochsrede von Wirtschaftsbund-Präsident Leitl: Nutzen Stiften, statt Abcashen

Salzburg (OTS) - Bei seiner politischen Aschermittwochsrede im
Salzburger Augustinerbräu hat Wirtschaftsbund-Präsident Dr. Christoph
Leitl vor rund 600 Gästen mit deutlichen Ansagen aufhorchen lassen.

Leitl sprach sich zunächst für "Richtiges Maßhalten aus" und wandte
sich mit deutlichen Worten gegen unrealistische Renditen und
Finanzinstrumente: Wenn 20 Prozent Rendite ohne Arbeit versprochen
wird und zugleich Menschen die mit soliden Betrieben auf zwei Prozent
Rendite setzen, abgekanzelt werden, dann stimmt für mich das rechte
Maß nicht mehr." Leitl: "Im Gegensatz zur internationalen
Finanzwirtschaft haben unsere Unternehmen der Krise standgehalten,
den hohen Beschäftigungsstand gesichert und gleichzeitig die
Lehrlingslücke verringert. Darauf können wir stolz sein."

Leitl weiter: "Ich setze auf Unternehmertum statt auf Spekulantentum.
Es geht darum Nutzen zu stiften, statt abzucashen. Der Präsident des
Österreichischen Wirtschaftsbundes setzte fort: "Das Motto des
Wirtschaftsbundes ist klar: Dienen geht vor Verdienen."

Forderungen zum Bankengipfel

An konkreten Forderungen erwartet Leitl Spielregeln für
internationale Spekulanten. Hier müsste die Politik der Eurozone und
der G20 klare Regeln gegen die Auswüchse der Kapitalmärkte setzen.
Leitl: "Beim Bankengipfel erwarte ich eine Strategie was Österreich
auf der Ebene internationaler Spielregeln bewegen kann."

Ratingagenturen gehen mir auf die Nerven

Leitl: "Die Ratingagenturen und deren unlautere Prognosen und
oberflächliche Analysen gehen mir gehörig auf die Nerven. Wenn
Moody?s über Österreich Fehleinschätzungen trifft und damit einen
Milliardenschaden verursacht, dann muss das Folgen haben. Es geht
nicht an Schaden zu verursachen, ohne dafür Verantwortung zu tragen."
Leitl weiter: "Wenn Goldman Sachs wie im Fall Griechenland Beihilfe
zum Betrug leistet, dann muss das Konsequenzen haben." Leitl fordert:
"Bei mangelnder Seriosität dieser Institutionen muss auf europäischer
Ebene die Konzession entzogen werden. Es geht nicht an, ungestraft
Milliardenschaden auf Kosten der Steuerzahler anrichten zu können."

Bankensteuer ist Sparersteuer

Leitl sprach sich allerdings deutlich gegen eine Bankensteuer in
Österreich aus: "Eine Bankensteuer ist eine Sparersteuer. Diese
Steuer müssen Sparer und Investoren bezahlen, So eine Steuer würde
der Realwirtschaft schaden und die Kaufkraft gefährlich senken. Neue
Steuern sind das falsche Rezept."

Rückfragehinweis:
Österreichischer Wirtschaftsbund, Bundesleitung/Presse
Tel.: (++43-1) 505 47 96 - 30
Mobil: 0664/88 42 42 06
mailto: [email protected]
http://www.wirtschaftsbund.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/159

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