- 14.02.2010, 19:07:51
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Neues Volksblatt: "Steuern" (von Michael Kaltenberger)
Ausgabe vom 15. Februar 2010
Linz (OTS) - Man kann darüber diskutieren, und als
Arbeitnehmervertreter ganz besonders, ob es Gruppen in diesem Land
gibt, die zur Krisenbewältigung und Budgetsanierung einen größeren
Beitrag als bisher leisten sollten.
Wer diese Diskussion fordert, wie gestern ÖGB-Chef Erich Foglar in
der Fernseh-Pressestunde, muss aber dazu sagen, welche Gruppen er
konkret meint. "Die Reichen sollen zahlen!" ist zu wenig!
Als geplagte Steuerzahler wollen wir nämlich wissen, wer genau wie
viel zahlen soll. Die Erfahrung zeigt nämlich, dass zwar "die
Reichen" gesagt wird, dass aber der Mittelstand gemeint ist. Denn mit
dem, was man den wirklich Reichen abknöpfen kann, ist das Budget
nicht zu sanieren.
Und dass der ÖGB-Präsident um jede Diskussion über Einsparungen einen
Bogen macht wie der Teufel um das Weihwasser, ist eines
Spitzenrepräsentanten im Staat unwürdig.
Ob in der Verwaltung, im Gesundheitswesen und anderen Bereichen
wirklich so viel zu sparen ist, wie mache behaupten, muss sich erst
heraus stellen. Aber zu holen ist etwas, das ist unbestritten.
Diesen Schatz zu heben ist nicht leicht, wie viele gescheiterte
Anläufe gezeigt haben. Aber zu resignieren und statt dessen nur neue
Steuern und Abgaben zu erfinden ist weder klug noch mutig.
Beides wäre jetzt gefragt!
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