• 12.02.2010, 19:58:43
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Neues Volksblatt: "Köpferl im Sand" (Von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 13. Februar 2010

Linz (OTS) - Dass Koalitionsvereinbarungen für die SPÖ nur so lang
gelten, so lang sie sich nicht störend auf Wahlkämpfe auswirken, ist
bekannt. Auch das gemeinsame Bekenntnis zum Bau eines dritten
Erstaufnahmezentrums für Asylwerber im Süden Österreichs -
nachzulesen im Regierungsprogramm 2008-2013 unter dem Motto
"Gemeinsam für Österreich" - hat nur bis zum Landtagswahlkampf im
Burgenland gehalten.
Wirklich überrascht hat das ohnehin niemanden.
Die Genossen zelebrieren derzeit ihre Solidarität mit der als
Standort für ein Aufnahmezentrum geplanten burgenländischen Gemeinde
Eberau; aber wo, fragt man sich, ist die Solidarität mit den
Standortgemeinden St. Georgen im Attergau und Traiskirchen, die schon
lang auf eine Entlastung warten?
Solidarität als Abfallprodukt von Wahlkämpfen!
Man wird sehen, ob sich die SPÖ an der Suche nach einem Ersatz für
Eberau beteiligt - oder ob sie, wie auch bei der Anwesenheitspflicht
von Asylwerbern, jede Diskussion über das Thema ablehnt. Nach dem
Motto: Asylwerber - gibt's die überhaupt? Arik Brauer hat dazu sogar
ein Lied:
Waun da Wind wahd in de Gossn
Waun da Wind wahd am Land
Waun da Wind wahd, do steckt da
Sein Köpferl in Sand.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
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