Neues Volksblatt: "Köpferl im Sand" (Von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 13. Februar 2010

Linz (OTS) - Dass Koalitionsvereinbarungen für die SPÖ nur so lang gelten, so lang sie sich nicht störend auf Wahlkämpfe auswirken, ist bekannt. Auch das gemeinsame Bekenntnis zum Bau eines dritten Erstaufnahmezentrums für Asylwerber im Süden Österreichs -nachzulesen im Regierungsprogramm 2008-2013 unter dem Motto "Gemeinsam für Österreich" - hat nur bis zum Landtagswahlkampf im Burgenland gehalten.
Wirklich überrascht hat das ohnehin niemanden.
Die Genossen zelebrieren derzeit ihre Solidarität mit der als Standort für ein Aufnahmezentrum geplanten burgenländischen Gemeinde Eberau; aber wo, fragt man sich, ist die Solidarität mit den Standortgemeinden St. Georgen im Attergau und Traiskirchen, die schon lang auf eine Entlastung warten?
Solidarität als Abfallprodukt von Wahlkämpfen!
Man wird sehen, ob sich die SPÖ an der Suche nach einem Ersatz für Eberau beteiligt - oder ob sie, wie auch bei der Anwesenheitspflicht von Asylwerbern, jede Diskussion über das Thema ablehnt. Nach dem Motto: Asylwerber - gibt's die überhaupt? Arik Brauer hat dazu sogar ein Lied:
Waun da Wind wahd in de Gossn
Waun da Wind wahd am Land
Waun da Wind wahd, do steckt da
Sein Köpferl in Sand.

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