- 09.02.2010, 11:34:44
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Kommunikationswirtschaft - Drössler: "Zuversicht wächst, aber Skespis ist noch spürbar"
Aktueller Werbe-Optimismus-Index zeigt Aufwärtstrend - Konsumenten-Umfrage: Lediglich 13% wissen, welche Institution in Österreich für Datenschutz zuständig sind
Wien (OTS/PWK107) - "Der Optimismus in Österreichs
werbetreibender Wirtschaft erlebt einen deutlichen Aufwärtsschub. Das
derzeitige Stimmungsbild der österreichischen Werbewirtschaft wird
von fast der Hälfte der Befragten (48,7 Prozent) als "sehr bzw. eher
optimistisch" eingeschätzt. Aus dem Vergleich mit dem vergangenen
Jahr lässt sich sehr wohl ein Hoffnungsschimmer herauslesen: Im
Oktober 2009 waren nur 35,7 Prozent dieser Ansicht und im Juni 2009
sogar nur 27,2 Prozent" - so fasste Peter Drössler, Obmann des
Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer
Österreich, die Ergebnisse des aktuellen Werbe-Optimismus-Index
zusammen. Der Werbe-Optimismus-Index analysiert Entwicklungen und
Erwartungen in einem mehrstufigen System aus insgesamt vier
Blickwinkeln - von den österreichischen Top 500-Auftraggebern, den
Werbeagenturen, den Konsumenten und den Medien. Der aktuelle
Werbe-Optimismus-Index zeichnet ein umfassendes Bild der
Branchenkonjunktur des letzten Quartals 2009 und gibt einen Ausblick
auf die nächsten 12 Monate.
Entwicklung der Werbeaktivitäten: mögliche Trendwende - Optimismus
durchaus erlaubt
"45,4 Prozent der befragten Experten aus dem Bereich Werbung geben
in der aktuellen Erhebung an, dass ihrer Einschätzung nach die
Werbeaktivitäten in Österreich im Vergleich zum gleichen Quartal des
letzten Jahres abgenommen haben", so Marketagent.com-Geschäftsführer
Thomas Schwabl. "Dieser Wert lag im Oktober allerdings noch bei 67
Prozent, damit ist er im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung um
mehr als 20 Prozentpunkte gesunken. Dass die Werbeaktivitäten in
Österreich zugenommen haben, glaubten zum damaligen Zeitpunkt nur 6
Prozent, in der aktuellen Welle sind es 15,8 Prozent. Das sind somit
auch deutlich positivere Werte", zog Schwabl den Vergleich.
"Interessanterweise verringert sich der Einfluss der Bankenkrise
auf die Stimmung in der heimischen Werbewirtschaft", stellte Drössler
fest. Im Dezember 2008 lag der Wert noch bei rund 42,9 Prozent,
aktuell sind es "nur" noch 18,4 Prozent. Im Vergleich dazu, kommt der
österreichischen Wirtschaftsentwicklung ein deutlich größerer
Einfluss mit 52,6 Prozent zu. "Die heimische Wirtschaftsentwicklung
ist damit weiterhin mit großem Abstand wichtigster Impulsgeber",
konstatierte Drössler.
Hoffnung gibt es auch beim Ausblick in die Zukunft: 33 Prozent
glauben an eine Zunahme der Werbeaktivitäten innerhalb des nächsten
Jahres. "Als Gründe für die bisherigen Abnahmen der Werbeaktivitäten
werden Einsparungen bzw. Budgetkürzungen als wichtigster
Einflussfaktor identifiziert", ließ Schwabl wissen.
Klassik weiterhin federführend, Online dennoch tonangebend
Bei der Verteilung des Marketingbudgets ist nach wie vor deutlich
zu erkennen, dass die Mehrheit des Budgets der werbetreibenden
Unternehmen in die Klassik fließt. Ein Trend setzt sich
erwartungsgemäß weiter fort: Online Werbung und Direct und Dialog
Marketing haben das größte Wachstumspotenzial.
Werbung nicht von grundsätzlicher Entwicklung am Arbeitsmarkt
abgekoppelt
Die Werbewirtschaft muss sich den arbeitsmarktpolitischen
Herausforderungen stellen. Das Jahr 2010 wird diesbezüglich ein
Schlüsseljahr werden. Die aktuelle Umfrage zeigt eine leicht positive
Entwicklung: Beinahe jede vierte Agentur könnte sich eine
Team-Erweiterung vorstellen. "Das ist der zweithöchste Wert seit
Aufzeichnung des Werbe-Optimismus-Index", so Fachverbandsobmann
Drössler. "Zum Vergleich: Im Juni 2009 gaben dies nur 11,1 Prozent
an, im Oktober 2009 nur 15,4 Prozent", ergänzte Schwabl. "Das ließe
sich eventuell dadurch erklären, dass Mitarbeiter im Vorfeld abgebaut
worden sind und nun eine Aufstockung leichter möglich ist."
Datenschutz Österreichs Konsumenten wichtig -
Kommunikationswirtschaft besonders gefordert
"Telefonanrufe zu Werbezwecken, gefolgt von SMS und Emails mit
Werbeinhalten, werden von den Verbraucher als größte Störfaktoren
empfunden", führte Schwabl im Bezug auf die Ergebnisse der
Konsumentenfragen aus. Fachverbandsobmann Drössler: "Das stellt für
uns jetzt keine Überraschung dar, sondern bestätigt die jüngst
beobachteten Entwicklungen. Dass sich fast 80 Prozent der Verbraucher
Gedanken über die weitere Verwendung ihrer Daten machen, wenn Sie
persönliche Informationen preisgeben, zeigt, dass wir es in
Österreich grundsätzlich mit sensibilisierten Konsumenten zu tun
haben. Hauptursache für dieses Ergebnis sind die Bedürfnisse der
Konsumenten nach ausreichendem Datenschutz."
30 Prozent der Konsumenten haben bereits "sehr häufig" bzw. "oft"
eingewilligt, dass ihre Daten zu Werbezwecken genutzt werden dürfen.
Mehr als die Hälfte tun dies eher selten. "Diese ablehnende Haltung
von Verbraucherseite zeigt das hohe Schutzbedürfnis der Konsumenten
trotz des hohen Schutzniveaus in Österreich. Der europäische
Datenschutz ist deutlich strenger reglementiert und ausgeprägt als
beispielsweise der amerikanische. Aufschlussreich ist in diesem
Zusammenhang, dass 61 Prozent der Meinung sind, dass die aktuelle
Gesetzgebung in Österreich zum Thema Datenschutz 'eher weniger' bzw.
'überhaupt nicht ausreichend' ist", fügte Drössler hinzu.
Rund 73 Prozent der Konsumenten sind der Meinung, dass
personenbezogene Daten nur mit Einwilligung zu Werbezwecken
weitergeben werden sollten. "In Österreich dürfen grundsätzlich
personenbezogene Daten nur mit Zustimmung übermittelt, verarbeitet
und bearbeitet werden", stellte Drössler klar. Schwabl ergänzte:
"Knapp 30 Prozent haben sich bereits aus dem Telefonbuch streichen
lassen, um sich gegen die grundsätzliche Nutzung ihrer persönlichen
Daten zu wehren."
Die aktuelle Konsumentenumfrage zeigt ein mögliches Wissensdefizit
auf: Lediglich 13 Prozent der Befragten können Angaben darüber
machen, welche Institutionen in Österreich überhaupt für den
Datenschutz und damit für die Einhaltung der Bestimmungen des
Datenschutzgesetzes zuständig sind.
"Die österreichische Werbebranche ist sich ihrer besonderer
Verantwortung im Zusammenhang mit Datenschutz bewusst. Nach der
strengen österreichischen Rechtslage dürfen persönliche Daten nur
nach ausdrücklicher Zustimmung zu Werbezwecken benutzt werden. Das
gilt natürlich auch für Online-Werbung", so Drössler.
Abschließend lud der oberste Werber Österreichs ein, bei der Wahl
zum E-Video Award online mitzumachen. Das Publikumsvoting auf
www.eday.at startet morgen, Mittwoch, 10. Februar und geht bis
24.Februar 2010. "Der Preis, der heuer beim E-Day am 4. März zum
ersten Mal verliehen werden wird, ist eine Würdigung für die
Kreativleistungen in diesem immer wichtiger werdenden
Kommunikationssektor", unterstrich Drössler. (JR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Werbung und Marktkommunikation
Fachverbandsgeschäftsführer Mag. Markus Deutsch
Tel.: 05 90 900-3539
E-Mail: werbung@wko.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/240
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