Kickl: AMS-Schulungen bisher keinesfalls ausreichend evaluiert

Jubelmeldungen des AMS punkto Schulungen decken sich nicht mit den Erfahrungen vieler Menschen

Wien (OTS) - "Von einer umfassenden Überprüfung des bestehenden Schulungsprogramms kann bisher sicher nicht die Rede sein", kommentierte heute FPÖ-Arbeitnehmersprecher NAbg. Herbert Kickl die aktuellen Aussagen des Arbeitsmarktservice, wonach Schulungen die Jobchancen deutlich erhöhen würden. Die Zahl der Schulungsteilnehmer sei gerade in den Jahren 2008 und 2009 stetig gestiegen, wodurch die Arbeitslosenstatistik mehr und mehr verzerrt worden sei - gerade auch im Bereich Langzeitarbeitslose. Grundsätzlich gelte: Findet das Arbeitsmarktservice für seine Kunden keinen Job, dann schickt es die Arbeitslosen einfach in Kurse. Das verschönere allerdings nur die Statistik, sei aber in vielen Fällen nicht sinnvoll, sondern vergrößere nur den Frust bei vielen Arbeitslosen. "Zusätzlich klaffen die Jubelmeldungen des AMS bezüglich des Schulungsangebotes und die realen Erfahrungen vieler Menschen mit diesen Kursen leider weit auseinander", so Kickl. Die Zeitschrift "Format" habe etwa im vergangenen Jahr berichtet, dass Personen einen Kurs zum Jobcoaching gleich sechsmal besuchen mussten, Arbeitslose mit guten Computerkenntnissen samt dazugehöriger Berufserfahrung EDV-Anfängerkurse absolvierten oder - noch skurriler- eine gebürtige Österreicherin von ihrer AMS-Beratung in einen Deutschkurs für Migranten geschickt wurde. Damals habe sogar AMS-Geschäftsführer Johannes Kopf "klare Fehler" eingestanden, die man korrigieren müsse.

Es gehe grundsätzlich nicht nur darum, das Budget für das AMS aufzustocken, sondern auch das Geld für die richtigen Maßnahmen auszugeben. Ansonsten profitiere nur die dahinterstehende Kursindustrie von diesen Schulungen - die oftmals im Nahbereich des AMS angesiedelt sei. "Im aktuellen Regierungsprogramm, für das SPÖ und ÖVP verantwortlich zeichnen, war von einer umfassenden Evaluierung der AMS-Schulungen die Rede. Dass dies noch immer nicht geschehen ist, ist angesichts der derzeitigen Situation auf dem Arbeitsmarkt grob fahrlässig", schloss Kickl.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4468

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0007