Musiol zu Auslandsadoptionen: Lizenz zum Kinderhandel abschaffen

Österreich ist säumig bei der Umsetzung von internationalen Übereinkommen

Wien (OTS) - "Derzeit werden in Haiti Kinder auf illegale Weise ihren Eltern entzogen, um der Adoption zugeführt zu werden. Solche Adoptionen können auch in Österreich passieren", stellt die Familien-und Verfassungssprecherin der Grünen, Daniela Musiol, fest. Österreich ist nämlich immer noch säumig, klare Regeln, die ein internationales Übereinkommen vorsieht, umzusetzen. "Das entspricht einer Lizenz zum Kinderhandel", so Musiol. Die Regierung ist seit über einem Jahr säumig bei der Umsetzung klarer Regelungen für Auslandsadoptionen. "In Österreich muss es endlich eine zentrale Vermittlungsstelle geben," fordert Musiol.

Die Grünen haben vor eineinhalb Jahren im Parlament einen entsprechenden Antrag eingebracht. Mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP wurde er vertagt."Seitdem verstaubt dieses virulente Thema in der Regierungsschublade", kritisiert Musiol. Es sei aber positiv zu bemerken, dass immerhin in der SPÖ Bewegung in die Sache kommt und unsere Forderung nach einen zentralen Bundesstelle für Auslandsadoptionen nun unterstützt wird.

"Derzeit passiert es immer wieder, dass offiziell über Vereine Kinder adoptiert werden, es sich aber im Nachhinein herausstellt, dass es keine Waisenkinder waren, sondern dass diese Kinder entführt, abgekauft oder den Eltern anders entzogen wurden", erläutert Musiol und hält fest: "Eltern, die Kinder aus dem Ausland adoptieren wollen bzw. bereits adoptiert haben, haben ein Recht auf Rechtssicherheit."

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/100

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002