- 29.01.2010, 12:56:39
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BIO AUSTRIA Bauerntage 2010, Bestandsaufnahme in Europas Bio-land Nummer 1
Wien (OTS) - Die sechsten BIO AUSTRIA Bauerntage vom 25.-27.01.
2010 in Puchberg bei Wels standen ganz im Zeichen des diesjährigen
Mottos "Wir schauen aufs Ganze".
Auf eindrucksvolle Weise präsentierten Biobäuerinnen und Biobauern
ihre eigenständigen Wege mit den gegebenen Herausforderungen
umzugehen und setzten damit motivierende Signale. Trotz der
Unterschiedlichkeit der verschiedenen Bio-Betriebe - vom
Selbstversorger im Mühlviertel bis hin zum großen Ackerbauern im
Burgenland, vom direkt vermarktenden Grünlandbetrieb in Salzburg bis
zum Obstbaubetrieb in der Steiermark - zeigte sich der gemeinsame
Geist der Bio-Bewegung: Persönlicher Erfolg definiert sich nicht nur
über Leistung und Einkommen, sondern auch über Lebensqualität, die
mit Freude an der Arbeit, mit Beziehung zu Tieren, Pflanzen und Boden
sowie "Zeithaben" für sich selbst zu tun hat.
Aktive Entwicklung der Bio-Landwirtschaft gefordert
Auch die Agrarpolitische Diskussion stand ganz unter dem Motto
"Wir schauen aufs Ganze". 2009 wurden in Österreich 17,5% der Flächen
biologisch bewirtschaftet, Österreich ist damit auch Dank starker
agrarpolitischer Unterstützung innerhalb der EU das Bio-Land Nummer
1. Für 2010 wird mit einem Zuwachs um mehr als 20.000 Hektar
gerechnet, womit der Bio-Anteil auf über 18% steigen wird. Obmann
Rudi Vierbauch begrüßte diese Entwicklung und wies darauf hin, dass
damit die Potenziale der biologischen Landwirtschaft, neben
hochqualitativen Lebensmitteln öffentliche Güter wie Schutz des
Klimas und der Biodiversität zur Verfügung zu stellen, bei Weitem
noch nicht ausgeschöpft sind. Er formulierte, dass es höchste Zeit
ist, dass der Funke der Begeisterung für biologische Landwirtschaft
und deren Produkte auch auf Politik und Wirtschaft überspringt und
damit auch die ökonomische Säule für die biologische Landwirtschaft
gestärkt wird.
Minister Berlakovich: Ökologische Mehrleistungen gehören abgegolten
Bundesminister Berlakovich unterstrich den schonenden Umgang der
biologischen Landwirtschaft mit den Ressourcen und deren Beitrag für
Lebensmittelqualität und Klimaschutz. Diese ökologischen
Mehrleistungen gehören laut Minister Berlakovich daher abgegolten.
Heftig diskutiert wurde, dass bis 2013 generell keine neuen
Förder-Verpflichtungen eingegangen werden, d. h. Neueinsteiger in Bio
keine Bio-Förderung beanspruchen können. Die Förderung für bestehende
Bio-Betriebe und unter definierten Bedingungen auch deren
Flächenzuwächse in den nächsten Jahren ist jedoch gesichert.
"Das Ganze" umspannt Biohof und Gesellschaft
Das Motto "Wir schauen aufs Ganze" umspannte nicht nur den
biobäuerlichen Betrieb als Ganzes, wo Kreislaufwirtschaften und
Energieeffizienz die zentralen Schlagwörter waren. Das Motto hat
einmal mehr allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der BIO
AUSTRIA-Bauerntage klar gemacht, dass "das Ganze" sich auch auf die
gesamte österreichische Bio-Bewegung bezieht. Denn nur gemeinsam mit
einer entsprechenden Agrarpolitik, der Unterstützung des Handels und
der Entscheidung der Konsumentinnen und Konsumenten ist der
erfolgreiche Weg der österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern
konsequent fortzusetzen.
Rückfragehinweis:
Eva Straka, BIO AUSTRIA Pressesprecherin
Mobil: +43(0)676 842 214 214,
mailto:[email protected]
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1706
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