- 29.01.2010, 09:37:26
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Elektronische Voranmeldung für Medizinstudium in Wien startet am 1. Februar
Möglichkeit für Self Assessments ab März - Meduni Wien gegen Experimente mit Sozialtests wie in Graz
Wien (OTS) - Am kommenden Montag startet die elektronische
Voranmeldung zum Studium an Medizinischen Universität Wien. Ab 1.
Februar kann man sich online drei Wochen lang für das Studium der
Human- und Zahnmedizin registrieren (www.eignungstest-medizin.at). Im
März folgt dann die persönliche Anmeldung. Gemeinsam sind beide
Anmeldungen Voraussetzung für die Teilnahme am EMS-Test am 9. Juli.
Testort wird wieder das Austria Center Vienna sein.
Auch heuer stehen in Wien ab dem Wintersemester 2010/11 insgesamt
740 Studienplätze (660 Human- und 80 Zahnmedizin) zur Verfügung.
Self-Assessment bei Probelauf erfolgreich - Angebot ab März 2010
Zusätzlich bietet die Medizinische Universität Wien heuer
erstmalig ihren StudienanwärterInnen ein so genanntes Self-Assessment
an, bei dem die KandidatInnen sich selbst anonym über
studienrelevante Persönlichkeitsmerkmale testen können. Die
Studieninteressierten füllen dabei komplett anonym einen Fragebogen
aus und bekommen so Auskunft über diese Merkmale in Form eines
Vergleiches mit mehreren Gruppen von Studienrichtungen.
Der an der MedUni Wien für das Studium zuständige Vizerektor
Rudolf Mallinger unterstreicht die Vorteile dieser Selbsteinschätzung
vor dem Aufnahmetest: "Bei diesem Vorscreening kann jede/r für sich
selbst und ohne den Druck eines Zulassungsverfahrens die
Schluss-folgerungen aus dem Ergebnis ziehen. Dieser Ansatz ist für
die so genannten 'soft skills' besser, weil Verfälschungstendenzen
hier eine deutlich geringere Rolle spielen."
Ein erster Probelauf dazu mit 800 StudentInnen in den vergangenen
beiden Monaten ist viel versprechend verlaufen und lieferte relevante
Vergleichswerte.
Kritik an erweitertem Grazer Zulassungsverfahren
In diesem Zusammenhang kritisiert Vizerektor Mallinger auch den
erweiterten Zulassungstest an der Medizinischen Universität Graz:
"Gegen den in Graz verwendeten Sozialtest als Teil des
Zulassungsverfahrens sprechen schwerwiegende konzeptionelle und
methodische Mängel, die keine ausreichende Prognosekraft zulassen."
Letztendlich wurde nach einer Evaluierung des Sozialtests
festgestellt, dass auf den Einsatz verzichtet werden sollte, weil die
richtigen bzw. sozial erwünschten Antworten zu leicht zu erkennen
sind. Nur 60% der Experten sind sich darüber hinaus einig, welche
Antwort die richtige ist. Eine seriöse Bewertung des Testergebnisses
sei kaum möglich. Es handle sich dabei eher um einen Gesinnungs- als
um einen Eignungstest. "Ich bin strikt gegen Experimente mit
Sozialtests", so Mallinger abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag.a phil. Nina Hoppe Pressesprecherin Medizinische Universität Wien Spitalgasse 23, 1090 Wien Tel.: +43 1 40 160 - 11 502 Fax: +43 1 40 160 911 500 mobil: +43 664 800 16 11 501 email:[email protected] www.meduniwien.ac.at/publicrelations
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1238
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