- 28.01.2010, 12:36:51
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Erdbeben Haiti: Immer mehr Hilfsflüge aus Österreich
Heute hebt unter dem Dach von Nachbar in Not ein Transportflieger mit medizinischen Verbandsstoffen ins Katastrophengebiet ab.
Wien (OTS) - Die Solidarität der ÖsterreicherInnen mit den
Erdbebenopfern in Haiti ist ungebrochen und auch die österreichischen
Hilfsflüge für die Menschen im Erdbebengebiet in Haiti reißen nicht
ab: Unter dem Dach von Nachbar in Not hebt heute, Donnerstag, eine
Frachtmaschine vom Flughafen Wien-Schwechat ab. An Bord der Ilyushin
76 sind zwei Lastwägen mit 76 Paletten Verbandmaterial für die
medizinische Versorgung der Erdbebenopfer.
Die Hilfsgüter hat die Firma Lohmann&Rauscher kostenlos zur
Verfügung gestellt, die OMV wiederum spendet 150.000 Liter Kerosin
für den Flug: "Bei einer Katastrophe dieses Ausmaßes muss man auch
als Unternehmen seine Verantwortung wahrnehmen. Aus diesem Grund war
es für die OMV naheliegend und selbstverständlich, einen
österreichischen Hilfsflug mit Treibstoff zu unterstützen", betont
OMV Kommunikationschefin Bettina Gneisz-Al-Ani.
Das Rote Kreuz kümmert sich um die Logistik. Die Fahrzeuge selbst
stammen von der Caritas: "Die UNO hat erst vorgestern mitgeteilt,
dass es im Katastrophengebiet vor allem an Zelten und
Transportmitteln fehlt, die die Hilfe zu den Menschen bringen. Und
solche Laster sind derzeit lokal nicht erhältlich", erklärt dazu
Christoph Petrik-Schweifer, Caritas-Auslandshilfechef und
Vorstandsvorsitzender von Nachbar in Not.
Ein vom österreichischen Innenministerium finanzierter Flug mit
medizinischer Nothilfe ist diese Woche bereits in Santo Domingo
gelandet. Damit kann die Caritas in ihren Gesundheitsstationen in den
nächsten drei Monaten rund 100.000 Menschen versorgen. Ein derartiger
Hilfstransport für weitere 100.000 Betroffene, diesmal finanziert von
der Stadt Wien, hebt morgen ab.
Noch ebenfalls in den nächsten Tagen wird ein Caritas-Hilfsflug
aus Pakistan 5000 Zelte und damit ein Dach über dem Kopf für
insgesamt 25.000 Menschen bringen. Die finanziellen Mittel dafür
stammen auch aus österreichischen Spenden, so Petrik-Schweifer:
"Jeder Euro wird dringend gebraucht, um den Menschen nach dem
Erdbeben das Überleben und ihre Zukunft zu sichern."
Michael Opriesnig, Kommunikationschef des Roten Kreuzes und
Nachbar in Not-Vorstand, ergänzt: "85 Tonnen an Hilfsgütern hat das
Österreichische Rote Kreuz bereits nach Haiti geliefert, seit den
ersten Tagen helfen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort.
Aber das Wichtigste ist: unsere Hilfe geht weiter. Wir bleiben auch
dann, wenn die Scheinwerfer der Medien ihr Licht ausschalten. Nachbar
in Not hilft nachhaltig."
Rückfragehinweis:
Silke Ruprechtsberger, Caritas Österreich
Tel: 0664/82 66 909
Andrea Winter, Österreichisches Rotes Kreuz
Tel: 0664/823 48 54
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/61
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