- 26.01.2010, 16:56:04
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Peter Haubner: Hacklerregelung soll bis 2015 in Korridorpension aufgehen
Falscher Anreiz für Frühpension bindet Mittel, die für Zukunftsinvestitionen eingesetzt werden könnten
Wien (OTS) - Wirtschaftsbund-Generalsekretär Abg.z.NR Peter
Haubner fordert anlässlich des heutigen Gipfels der Sozialpartner das
vorzeitige Ausschleifen der ungerechten und höchst kostspieligen
Langzeitversichertenregelung (Hacklerregelung).
Haubner: "Die Hacklerregelung setzt falsche Anreize zur Frühpension,
ist volkswirtschaftlich untragbar und sozial ungerecht. So erhält
jemand, der mit 60 die Hacklerregelung in Anspruch, nimmt um bis zu
170.000 Euro mehr an Pension und zahlt rund 166.000 Euro weniger an
Beiträgen und Steuern, als jemand der der bis 65 durcharbeitet."
"Die Hacklerregelung trifft zudem die Falschen. Nicht Arbeiter in
Gewerbe, Handwerk oder Industrie sind die erreichte Zielgruppe,
sondern vorrangig am Schreibtisch Beschäftigte aus dem Angestellten-
und Beamtenbereich. Für Schwerarbeiter gibt es die
Schwerarbeiterpension und für Arbeitsunfähige die
Arbeitsunfähigkeitspension wo ebenso Reformbedarf besteht.
Im Sinne von sozialer und generationenübergreifender Gerechtigkeit
bedarf es einer sozialen Ausschleifregelung, die so rasch als möglich
die Hacklerpension in der Korridorpension ab 62 Jahren mit ihren
Abschlägen münden lässt. 2015 soll dieser Vorgang spätestens
abgeschlossen sein.
Haubner schlägt eine Einschleifregelung vor: "Schon 2011 soll es
leichte Abschläge bei vorzeitigem Pensionsantritt geben. Dies kann
durchaus in Monatsportionen durchgeführt werden und ist damit
verfassungskonform." Konkret sollten etwa Männer, die 2011 mit 61
Jahren (bei 45 Versicherungsjahren) in Pension gehen, bei der
Pensionshöhe einen Abschlag von 8,4 Prozent leisten.
Haubner abschließend: "Gerechtigkeit, Finanzierbarkeit und soziale
Ausgewogenheit lassen ein Ausschleifen der Hacklerpension als Gebot
der Stunde erscheinen. Wer die Realität der teuren Hacklerregelung
negiert, versündigt sich am Budget, kommenden Generationen, dem
Wirtschaftsstandort und damit an tausenden Arbeitsplätzen." Wenn rund
ein Viertel der Budgetmittel in Sozialausgaben münde, würde dieses
Geld in zukunftsweisenden Bereichen wie Bildung und Forschung fehlen.
Rückfragehinweis:
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