• 25.01.2010, 12:38:28
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BIO AUSTRIA: Bio schaut aufs Ganze - Bauerntage 2010 eröffnet

Wels (OTS) - Obmann Rudi Vierbauch eröffnete heute in Puchberg bei
Wels die sechsten BIO AUSTRIA Bauerntage, die heuer unter dem Motto
"Wir schauen aufs Ganze" stehen. Mehr TeilnehmerInnen denn je nutzen
die größte Weiterbildungsveranstaltung für die Bio-Landwirtschaft, um
mit PraktikerInnen, BeraterInnen und WissenschaftlerInnen aus dem In-
und Ausland die Perspektiven der Bio-Landwirtschaft zu erörtern.

Zum Einstieg ins Thema erzählen Biobäuerinnen und Biobauern ihre
persönliche Geschichte, die sie mit der Bio-Landwirtschaft verbindet.
Kaspanaze Simma, zum Beispiel, berichtet von dem entscheidenden
Moment in seinem Leben, der ihm bewusst gemacht hat, wie wichtig es
ist, die vorhandenen Ressourcen zu nutzen. So unterschiedlich die
Geschichten der Biobäuerinnen und Biobauern auch sind, die
Kernaussagen aller Referenten sind mit dem Motto "Wir schauen auf
Ganze" bestens zusammengefasst.

"Die Welt wäre eine andere, wenn das Motto "Wir schauen aufs
Ganze" mehr Gehör finden würde", betont BIO AUSTRIA Obmann Vierbauch.
"Die biologische Landwirtschaft produziert hochwertige Lebensmittel
und öffentliche Güter wie Biodiversität und Klimaschutz
gleichermaßen. Bio ist damit die beste Antwort auf die
Herausforderungen der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion von
morgen und soll im Rahmen der bevorstehenden Reform der gemeinsamen
Agrarpolitik eine zentrale Rolle spielen", fordert Vierbauch, " Wir
erwarten uns von der europäischen und österreichischen Agrarpolitik
daher anstatt weiterer Kürzungen zusätzliche Anreize für ökologisch
nachhaltige Landwirtschaft. Denn: Wir sichern beste Bio-Qualität aus
Österreich. Wir schützen Klima und Umwelt. Wir gestalten lebenswerte
Lebensräume. "

Erstmals zu Gast bei den Bauerntagen ist Bundesminister Niki
Berlakovich, der in seinem Vortrag auf die Chancen und
Herausforderungen der Bio-Landwirtschaft eingeht: "Die Diskussion um
die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 hat bereits
begonnen und wird in diesem Jahr intensiv weitergeführt. Neben der
inhaltlichen Gestaltung - z.B.: die Weiterführung wichtiger Eckpunkte
wie dem Umweltprogramm - geht es dabei vor allem um die Verteilung
der Mittel und da gibt es vielerlei Begehrlichkeiten. Meine oberste
Prämisse ist es, jeden Euro aus Brüssel abzuholen, auch für die
Biobetriebe. Denn gerade sie leisten durch einen schonenden Umgang
mit Ressourcen einen wesentlichen Beitrag für die Lebensqualität und
den Klimaschutz. Und sie decken die Tische der Menschen mit
hochwertigen, biologischen Lebensmittel. Diese ökologische
Mehrleistung gehört abgegolten."

Im Rahmen der BIO AUSTRIA Bauerntage zeigt sich nicht nur der
gesellschaftliche Mehrwert sondern auch das innovative Potenzial der
österreichischen Biobauern und Biobäuerinnen. So vergibt Obmann Rudi
Vierbauch heute erstmals den von BIO AUSTRIA ausgeschriebenen
Tüftlerpreis, den BIO AUSTRIA-Fuchs, mit dem erfindungsreiche
Lösungen in der biologischen Landwirtschaft ausgezeichnet werden. Der
Hauptpreis geht an Johann Wiedenhofer aus der Steiermark für seine
Erfindung eines Mehrzweckhängers für Rinder durch dessen
Doppelfunktion der Transport besser angenommen wird und das Laden
daher stressfreier für Tier und Mensch gestaltet. Weitere Preise
gehen an Josef Stadlbauer für die Entwicklung eines
Auslauf-Verschlussbügels für Ferkelausläufe, an Johannes Rass für
einen selbst schließenden Weidedurchgang und an Johannes Doppelbauer
für einen Boden schonenden Säggruber.

Rückfragehinweis:
Eva Straka, BIO AUSTRIA Pressesprecherin
Mobil: +43(0)676 842 214 214, mailto:[email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1706

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