BIO AUSTRIA: Bio schaut aufs Ganze - Bauerntage 2010 eröffnet

Wels (OTS) - Obmann Rudi Vierbauch eröffnete heute in Puchberg bei Wels die sechsten BIO AUSTRIA Bauerntage, die heuer unter dem Motto "Wir schauen aufs Ganze" stehen. Mehr TeilnehmerInnen denn je nutzen die größte Weiterbildungsveranstaltung für die Bio-Landwirtschaft, um mit PraktikerInnen, BeraterInnen und WissenschaftlerInnen aus dem In-und Ausland die Perspektiven der Bio-Landwirtschaft zu erörtern.

Zum Einstieg ins Thema erzählen Biobäuerinnen und Biobauern ihre persönliche Geschichte, die sie mit der Bio-Landwirtschaft verbindet. Kaspanaze Simma, zum Beispiel, berichtet von dem entscheidenden Moment in seinem Leben, der ihm bewusst gemacht hat, wie wichtig es ist, die vorhandenen Ressourcen zu nutzen. So unterschiedlich die Geschichten der Biobäuerinnen und Biobauern auch sind, die Kernaussagen aller Referenten sind mit dem Motto "Wir schauen auf Ganze" bestens zusammengefasst.

"Die Welt wäre eine andere, wenn das Motto "Wir schauen aufs Ganze" mehr Gehör finden würde", betont BIO AUSTRIA Obmann Vierbauch. "Die biologische Landwirtschaft produziert hochwertige Lebensmittel und öffentliche Güter wie Biodiversität und Klimaschutz gleichermaßen. Bio ist damit die beste Antwort auf die Herausforderungen der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion von morgen und soll im Rahmen der bevorstehenden Reform der gemeinsamen Agrarpolitik eine zentrale Rolle spielen", fordert Vierbauch, " Wir erwarten uns von der europäischen und österreichischen Agrarpolitik daher anstatt weiterer Kürzungen zusätzliche Anreize für ökologisch nachhaltige Landwirtschaft. Denn: Wir sichern beste Bio-Qualität aus Österreich. Wir schützen Klima und Umwelt. Wir gestalten lebenswerte Lebensräume. "

Erstmals zu Gast bei den Bauerntagen ist Bundesminister Niki Berlakovich, der in seinem Vortrag auf die Chancen und Herausforderungen der Bio-Landwirtschaft eingeht: "Die Diskussion um die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 hat bereits begonnen und wird in diesem Jahr intensiv weitergeführt. Neben der inhaltlichen Gestaltung - z.B.: die Weiterführung wichtiger Eckpunkte wie dem Umweltprogramm - geht es dabei vor allem um die Verteilung der Mittel und da gibt es vielerlei Begehrlichkeiten. Meine oberste Prämisse ist es, jeden Euro aus Brüssel abzuholen, auch für die Biobetriebe. Denn gerade sie leisten durch einen schonenden Umgang mit Ressourcen einen wesentlichen Beitrag für die Lebensqualität und den Klimaschutz. Und sie decken die Tische der Menschen mit hochwertigen, biologischen Lebensmittel. Diese ökologische Mehrleistung gehört abgegolten."

Im Rahmen der BIO AUSTRIA Bauerntage zeigt sich nicht nur der gesellschaftliche Mehrwert sondern auch das innovative Potenzial der österreichischen Biobauern und Biobäuerinnen. So vergibt Obmann Rudi Vierbauch heute erstmals den von BIO AUSTRIA ausgeschriebenen Tüftlerpreis, den BIO AUSTRIA-Fuchs, mit dem erfindungsreiche Lösungen in der biologischen Landwirtschaft ausgezeichnet werden. Der Hauptpreis geht an Johann Wiedenhofer aus der Steiermark für seine Erfindung eines Mehrzweckhängers für Rinder durch dessen Doppelfunktion der Transport besser angenommen wird und das Laden daher stressfreier für Tier und Mensch gestaltet. Weitere Preise gehen an Josef Stadlbauer für die Entwicklung eines Auslauf-Verschlussbügels für Ferkelausläufe, an Johannes Rass für einen selbst schließenden Weidedurchgang und an Johannes Doppelbauer für einen Boden schonenden Säggruber.

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